Geschichte Teil 1 - 1733-1914 - Entstehung des

K.u.k. Infanterieregiment Nr.14 Großherzog von Hessen


Der Anfang

 

Bedingt durch den polnischen Erbfolgekrieg im Jahre 1733, und den Tod von König August II., war es notwendig geworden, neue Truppen in der österreichischen Armee aufzustellen.

 

Im Form eine Vertrages vom 4. November 1733 erließ Kaiser Karl VI. an den Präsidenten des Hofkriegsrates Prinz Eugen von Savoyen einen Bestallungsbrief für Truppenaushebungen an den Obristen Nikolaus Leopold Reichsgraf von Salm. Er erhielt die Order ein Regiment von 2300 Mann aufzustellen. Er war somit auch der erste Oberstinhaber.

 Nikolaus Leopold Rheingraf zu Salm (später-Feldmarschall Nikolaus Fürst zu Salm-Salm)

Der österreichische Erbfolgekrieg 1740-1748

Nachdem die Habsburgische männliche Linie mit Kaiser Karl VI. ausgestorben war, stellt Kurfürst Karl Albrecht von Bayern Erbrecht auf die Thronfolge, obwohl das Thronrecht für Maria Theresia Tochter von Kaiser Karl VI. durch die Pragmatische Sanktion gesichert war. Der Krieg wurde eingeleitet, da Friedrich der Große in Schlesien mit Truppen ohne Kriegserklärung einmarschiert war und diese besetzte. Die bedeutendsten Schlachten fanden 1741 bei Mollwitz, 1743 bei Dettingen und 1745 bei Hohenfriedberg statt. 1748 bei Friedensschluss wurde das Erbrecht für Maria Theresia anerkannt und Preußen behielt Schlesien.

Bis 1748 hatte das Regiment blaue Aufschläge danach erhielt es schwarze Aufschläge, wofür das Regiment später als „schwarze Hessen" bekannt wurden.

Bei Beginn des österreichischen Erbfolgekrieges (1740-1748) kämpfte das Regiment in den Niederlanden und nahm am Gefecht bei Dettingen teil.Im Siebenjährigen Krieg (1756-1783) marschiert das Regiment von  Luxemburg nach Böhmen und nahm an mehreren Schlachten teil, wobei die Schlacht von Kolin am 18.Juni 1757 das Regiment hervorragend hervortrat und dem Major Prinz zu Salm das Ritterkreuz des Militär Maria Theresien Ordens verliehen wurde. 1769 erhielt das Regiment Salm die Nummer 14 und behielt die schwarze Farbe bei.

Offizier vom Regiment Salm-Salm um 1760

1779 nach dem Frieden zu Teschen, wo das Innviertel an Österreich fiel, kam das Regiment Nr.14 zum ersten Mal nach Oberösterreich und kam nach Linz und Braunau in Garnison. Linz wurde zum ersten Mal Werbebezirk des Regiment IR 14. In den Revolutionskriegen (1792-1804) kämpfte das Regiment bei der Erstürmung von Novi. Bei dieser Erstürmung der Festung, erstieg Oblt. Josef Graf von Fiquelmont mit 40 Mann den Wall und behauptete trotz Verwundung die Festung und wurde mit dieser Tat mit dem Ritterkreuz des Militär Maria Theresien Orden ausgezeichnet. Für tapferes Verhalten im Gefecht bei Wavern am 12.12. und  bei Saarburg am 15.12.1792, wurden 5 Mann als erste im Regiment mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 11. Dezember 1795 wurde als erster Feldwebel Albert Baumann mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Franzosenkriege 1800-1815 

Linieninfanterist 1809

Nach der Verlegung in Venetien kämpfte das Regiment bei Verona und in der Schlacht bei Magnano. 

1800 kämpfte es in vielen Schlachten, u.a. am Monte Becco, Merango und am Mincio.

1805 wurde die Regimenter in 4 Füsiliere- und einem Grenadier- Bataillon zu je 4 Kompanien umgewandelt. Nach der Katastrophe von Ulm kämpfte das Regiment bei Bodenbichl in Tirol, am Steinpaß und bei Unken sowie im Gefecht im Pass Strub. Nach der Schlacht von Pfaffenhofen 19.April 1809 deckte das Regiment das 6. Korps General Hiller. Am 24. April erfolgte die Erstürmung von Neumarkt in Bayern wo sich Oblt. Georg Fastner das Ritterkreuz des Maria Theresien Orden erwarb. 25. April bis 2. Mai 1809 Rückzugsgefechte von Braunau über Altheim-Ried nach Riedau, bei Raab, Neumarkt nach Wels, Leonding und Ebelsberg, wo am 3.Mai eine große Schlacht tobte.

21. Mai Schlacht bei Aspern und Esslingen, bei Wagram und Znaim.

1811 wurde Oberst Erzherzog Rudolf Regimentsinhaber. Dadurch erfolgte die Titelführung als "Hausregiment". 30. bis 31.10.1813 Schlacht bei Hanau. 1815 ziehen die 14-er in Paris ein. 16.Juni 1816 Rückmarsch von Paris nach Mainz. In 29 Tagen von Mainz nach Schärding. Bis 1821 Garnison in Oberösterreich und Salzburg

Am 19.September.1841 fand am Linzer Hauptplatz die Weihe der drei Feldbataillone und dem ersten Landwehrbataillon verliehenen Fahnen auf dem Linzer Hauptplatz statt.

Revolutionskriege 1848/49

Im Märzaufstand des Jahres 1848 wurde das Regiment bei der Besetzung in Wien eingesetzt. Danach wurden 2 Bataillone nach Italien unter Feldmarschall Graf Radetzky gerufen. Das Regiment bestritt Vorpostegefechte bei Pontafel, Gefecht bei Selva, Überfall bei Opsoppe, Abwehrgefecht bei Campo Osoppe, die Abwehr zweier Ausfälle aus Osoppe und den Kampf bei Malcontenta. Das Regiment kämpfte noch einmal ein Gefecht bei Ossoppe und die Erstürmung und Kapitulation. 3 Goldene Tapferkeitsmedaillen, 5 Silberne I. Klasse und 6. Silberne II. Klasse wurden verliehen.

K.K. Infanterieregiment Nr. 14, Hausregiment „Erzherzog Rudolf" (1811-49)

 

Im Jahr 1849 kämpfte das Regiment  in Ungarn bei Komorn und  Zsigerd. 

Am 20. und 21. Juni in der Schlacht bei Pered.

1848/49 wurden dem Regiment  3 Goldene, 8 Silberne I. Klasse sowie

16 Silberne Tapferkeitsmedaillen II. Klasse verliehen.


Der neue Regimentsinhaber Ludwig III. Großherzog von Hessen

1806-1877

Durch Allerhöchste Entschließung vom 16. Mai 1851 erhielt das Infanterieregiment Nr. 14, durch seine königliche Hoheit Ludwig III. Großherzog von Hessen und bei Rhein einen neuen Regimentsinhaber. Die Großherzogin Mathilde spendete am 18. Juni 1851, dem in Linz in der Schlosskaserne stationierten Bataillon ein kostbares aufwendig gesticktes Fahnenband. Somit erhielt das Regiment ihr viertes Siegel verliehen. Mit neuen Regi- mentsnamen auf immerwährende Zeit wurde es nun als Oberösterreich -isches Hausregiment K.K. Regiment Nr. 14 - Großherzog von Hessen und bei  Rhein, benannt mit dem jeweiligen Vornamen des regierenden Thronherrscher des Großherzogtums Hessen.


Die Schlosskaserne in Linz 

Die „Fabrikskaserne" in Linz

1856 wurde das Hauptgebäude der ehemaligen Wollzeugfabrik in Linz  als Kaserne umgebaut,in der ein Bataillon der Hessen untergebracht war und seither „Fabrikskaserne" genannt wurde.

Der 2. Oberst (1852-1857) des Hessenregiment 

Erzherzog Heinrich, Bruder von Erzherzog Rainer - (original Foto)

 

1858 - verstarb einer der besten und talentiertesten Heerführer, der Retter der K.K. Monarchie Österreichs.  Das Militärgenie Feldmarschall  Josef Johann Graf Radetzky von Radetz, Ritter des goldenen Vließ, Großkreuz des Maria Theresienordens etc.

Während der Garnisonierung in Wien war das K. K. Infanterieregment Nr.14 - Großherzog von Hessen auch bei dem am 18. Jänner 1858 von seiner Kaiserlichen königlichen Majestät Kaiser Franz Joseph I. persönlich kommandierten Kondukt für Feldmarschall Graf Radetzky ausgerückt und nahm daran teil.

 

Französisch-Österreichischer Krieg 1859 

Die österreichische Herrschaft in Norditalien führte 1859 zu einem Zusammenstoß zwischen Österreich und Sardinien, dass in aller Heimlichkeit und unterstützt von Frankreich, (und von Deutschland-Preussen verraten), für die Einheit Italiens arbeitete. Durch Truppen unterstützt von Garibaldi, welcher 1848 von Südamerika zurückkehrte und nach dem verlorenen Krieg 1848/49 nach Amerika emigrierte, kam 1854 wieder zurück. Obwohl 1859 seine 3000 "Rothemden" am 15. Juni  von Fmlt. Karl von Urban geschlagen wurden, musste nachdem das französisch - sardische Heer das österreichische bei Magenta und Solferino besiegt hatte, Österreich unter der Bedingung Frieden schliessen, dass es die Lombardei an Sardinien abtrat. Frankreich erhielt 1860 Nizza und Savoyen und musste als Gegenleistung die Eingliederung Modena, Parma, der Toskana und einen Teil des Kirchenstaates        (Hessen-Infanterist 1859)  in Sardinien anerkennen.  Damit verlor Österreich entgültig die Vorrherrschaft in Italien.      

Schlacht von Magenta

Am 6. Jänner 1859 um 16:00 Uhr erhielt das Regiment den Marschbefehl, sich am nächsten Tag mit dem Bahntransport nach Italien abzurücken. In der Nacht vom 9. Jänner traf das Regiment in Laibach ein. Am selben Tag erfolgte die Weiterfahrt mit der Eisenbahn nach Triest, wo die zwei Lloyddampfer Neptun und Bombay das Regiment nach Venedig einschiffte. Das Kommando über die Truppen in Italien führte Feldzeugmeister Graf Gyulay. Das Hessenregiment unter Oberst Ferdinand Mumb von Mühlheim wurde in die Brigade des Generalmajors Graf von Hartung  eingeteilt. Am 27. Mai fand in Gegenwart des Armeekommandanten Graf Gyulay die Fahnenweihe des Grenadierbataillons statt.

Am 4. Mai wurde das Hessenregiment bei Magenta eingesetzt. Nach mehrmaligen Sturm auf das Dorf, das immer wieder den Besitzer wechselte, gelang es nicht den Ort zu halten, da die Übermacht des Feindes zu groß war. Es wurde die Nacht im Biwak verbracht. Am 5. Mai 3:00 Uhr Nachts versuchte der Feind vorzurücken. Die ganze Linie der Österreicher ging ihnen entgegen. Dem 1. Bataillon gelang es, im achten Kampf in den westlichen Ortsteil einzudringen, während die anderen Bataillone schon im östlichen Teil vorrückten, wird der Ort zur Gänze erobert und von den Hessen behauptet.

Olt. Kleinert weist die Angriffe der auf der Eisenbahn über den Naviglio vordringenden französischen Gardegrenadieren zurück, in der Schlacht bei Magenta, am 4. Juni 1859.

Auszeichnungen an Offiziere

Ritterkreuz des Leopoldordens:

Oberst Ferdinand Mumb von Mühlheim

Oberstleutnant Adolf Freiherrn Schütte von Warensberg

Orden der Eisernen Krone III.Klasse:

Major Johann Töply von Hohenvest

Militärverdienstkreuz:

Major Joseph von Ulrich

Major Adolf Ritter Prinzinger von Ari

Hauptmann Bernhard Schiffer

Hauptmann Eberhard Baron von Stetten

Hauptmann Alexander Josa´

Hauptmann Achilles Edler von Gröller

Hauptmann Hugo Ritter von Henriquez

Hauptmann Dominik von Kreyssern

Hauptmann Franz Zillich

Hauptmann Johann Hiltl

Hauptmann Johann Wolf

Hauptmann Friedrich Bennesch

Hauptmann Karl Rosner

Hauptmann Edmund Hödl

Hauptmann Gottfired Gstier

Hauptmann Josef Fischer

Oberlieutnant Otto Hund

Oberlieutnant Matthias Danninger

Oberlieutnant Albin Kern

Unterlieutnant Theodor Krikovic´

Unterlieutnant Karl Eggner

Unterlieutnant Ludwig Pauli

Goldenes Verdienstkreuz:

Unterarzt Alois Wostry

Am 24. Juni tobte nun die Schlacht von Solferino. Das Hessenregiment stürzte sich von dem an der Spitze geführten Kommandanten Oberst Ferdinand von Mumb an die vorrückenden Franzosen und warf den Gegner. Durch das waghalsige vorgehen des Kommandanten, wurde dieser von einer feindlichen Gewehrkugel in die Brust getroffen und verstarb wenig später in den Armen seines Regimentsadjudanten. Er wurde am 26. Juni auf dem Friedhof von Villafranca bestattet. In der Schlacht von Solferino verlor das Hessenregiment 5 Offiziere und 53 Mann an Toten und 12 Offiziere und 297 Mann an Verwundeten.

 

Auszeichnungen an Offiziere

Orden der Eisernen Krone II.Klasse:

Oberst Ferdinand Mumb von Mühlheim (postum 24. Juni 1859)

Orden der Eisernen Krone III. Klasse:

Oberlieutnant Otto Hund

Militärverdienstkreuz:

Hauptmann Wilhelm Mayern von Hohenberg

Hauptmann Baravalle Edler von Brackenburg

Oberlieutnant Josef Stadtthaler

Unterlieutnant Maximilian Rosenberger

Unterlieutnant Julius Egloff von Engvilen

Goldenes Geistliches Verdienstkreuz

Regimentskaplan Anton Menschik

Goldenes Verdienstkreuz

Oberarzt Dr. Maximilian Magni

Unterarzt Franz Kobli

Es wurden insgesamt 7 Goldene Tapferkeitsmedaillen, 38 Silberne Tapferkeitsmedaillen I. Klasse und 138 Silberne Tapferkeitsmedaillen II. Klasse, sowie 36 Mann und viele Offiziere wurden vom Großherzog von Rhein mit Hessischen Tapferkeitsorden ausgezeichnet.  

 

Bischof Franz Josef Rüdiger weiht 1862 die Fahne des IV.Bataillon, IR 14 im Linzer Dom

Der Deutsch-Dänische Krieg 1864

Die Kriegserklärung erfolgte vom Deutschen Bund, welcher Preußen und Österreich beauftragte den Krieg zu führen. Der Grund lag in der Novemberverfassung, die im Gegensatz zu früher getroffenen Vereinbarungen erklärte, dass das Herzogtum Schleswig dem Königreich Dänemark einverleibt werden soll. Nach entscheidenden Schlachten bei Oeversee, den Sturm auf die Düppeler Schanzen, Eroberung von Veile, musste Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg abtreten.

Fmlt. Ludwig Freiherr von Gablenz begrüßt die Schwarz-Gelbe Brigade Infanterieregiment      Nr. 14 „Hessen" und Infanterieregiment Nr. 27 „König der Belgier" bei Oeversee.


Das Hessenregiment kämpfte gemeinsam mit dem Belgierregiment in der Brigade Nostitz im ersten Gefecht am 2. Februar bei Oberselk. Am 6.Februar traf das an der Spitze der Brigade vorrückende Regiment Nr.27 bei Oeversee auf den Feind und ging vereint mit dem im Verband befindlichen Feldjägerbataillon Nr. 9 - Steiermark zum Angriff vor. 

Das Hessenregiment mit je einem Bataillon an beiden Flügeln, zwang den Gegner zum Rückzug. Am 8.März stießen die Hessen nähe beim Ort Veile auf den immer gegen Osten nach Jütland zurückziehenden Gegner. Das Regiment ging um 15:00 Uhr vor dem Ort Veile ins Gefecht. Die vorderen Abteilungen wurden geworfen und der Ort gestürmt. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht und der Rest der Dänen in die Flucht geschlagen. Im weiteren Verlauf kam das Regiment zu keiner Kampfhandlung mehr. Bis zur Rückkehr in die Heimat am 23.November verrichtete das Regiment Wach- und Stranddienst. Es wurden 1 Goldene Tapferkeitsmedaille, 10 Silberne I. Klasse und 38 Silberne II. Klasse verliehen.

 

Albert Guyard von St.Julien Graf von Walsee . Erbland Falkenmeister in Österreich u.d. Enns,k.k. Kämmerer, Hauptmann  Geb. 24. Februar 1841 zu Wolfsegg Oberösterreich(original Foto)

Als Oberleutnant im Infanterieregiment Nr.27 - König der Belgier machte er den Feldzug in Dänemark mit und erhielt im Gefecht von Oeversee für folgende Tat das Militärverdienstkreuz verliehen:

Eine feindliche Abteilung versuchte das I. Bataillon zu umgehen, wurde aber von der 6.Kompanie wo Oblt. Graf St. Julien zurückgeworfen. In diesem Gefecht traf er mit dem kgl. dänische Capitän Lars Veih im Zweikampf aufeinander. Er verwundete diesen und eroberte mit seinem Zug die Höhen und pflanzte dort die kaiserliche Fahne auf. Für diese tapfere Tat wurde ihm am 13. Mai  1864 das Militärverdienstkreuz verliehen. Graf Albert trat am 4. November 1858 als „Gemeiner2 im Infanterieregiment Nr.14 Großherzog von Hessen ein. Als Leutnant machte er 1859 den Krieg gegen Italien im Infanterieregiment Nr. 22 Graf Wimpfen eingeteilt im 7. Armeekorps FML Zobel mit. 1866  wurde als Ordonanzoffizier im Range eines Hauptmanns im Infanterieregiment Nr. 41 Kellner bei Sr. Kaiserlichen Hoheit Erzherzog Leopold im Kommando des 8. Armeekorps bei der Nordarmee eingeteilt. Nach 1866 quittierte er mit Beibehaltung seines Ranges den Dienst.

Ausgezeichnete Offiziere des Regiments:

Ritterkreuz des Leopoldordens mit Kriegsdekoration

Hauptmann Wilhelm Mayern von Hohenberg

Orden der Eisernen Krone III. Klasse mit Kriegsdekoration

Hauptmann Achilles Edler von Grödler

Hauptmann Karl Matzak von Ottenburg

Hauptmann Friedrich Benesch

Oberlieutnant Albin Kern

Militärverdienstkreuz mit Kriegsdekoration

Major Hugo Taulow Ritter von Rosenthal

Hauptmann Franz von Czako´

Oberlieutnant Franz Vorgeitz

Lieutnant Josef Schädlbauer

Lieutnant Johann Schneiperg

Silbernes Geistliches Verdienstkreuz

Regimentskaplan Thomas Sladovnik

Auszeichnungen an Mannschaften

1 Goldene Tapferkeitsmedaille

10 Silberne Tapferkeitsmedailen I. Klasse

39 Silberne Tapferkeitsmedaillen II. Klasse


 1866 -  Nördlicher Kriegsschauplatz Königsgrätz

Der Preussische Infanterist, mit seiner Feldausrüstung - und mit seinem Zündnadelgewehr, welches  sich auch zu Gunsten des Feldzuges für Preussen auswirkte und das Ende der alten Armee einleitete.

Stadt und Festung Königsgrätz  (Originalfoto1866)

Als im Frühjahr 1866 die Kriegsgefahr mit Preußen immer wahrscheinlicher wurde, erfolgte in Linz die Aufstellung eines V.Bataillon. Bei der Mobilisierung  trat das Regiment mit 3 Bataillonen in die schwarz-gelbe Brigade in das II. Korps Graf von Thun nach Böhmen ein. Am 3. Juli bei Königsgrätz, stand das II. Korps am rechten Flügel. Ohne entscheidend am Kampf teilnehmen zu können, musste die Brigade bedingt durch das Eingreifen der II. preußischen Armee den Rückzug antreten. Ihr fiel die Aufgabe zu, den Rückzug des rechten Flügels zu decken. Es wurde der Ort Trotina besetzt mit den Brücken bei Lochenic und Ptedmeric. Vereint mit dem Feldjägerbataillon Nr.9-Graz, wurde der Rückzug der Brigade über die Elbe gedeckt. Dabei verlor das Regiment 12 Tote und 30 Verwundete.

Am 22.Juli beim Gefecht bei Blumau wurde das Regiment nicht mehr eingesetzt, da inzwischen der Waffenstillstand eingetreten war.

Es wurden an die Hessen, 5 Silberne Tapferkeitsmedaillen I. Klasse und 11 Silberne II. Klasse verliehen.

1866 - Custozza Südlicher Kriegsschauplatz

Feldmarschall Erzherzog Albrecht (Originalfoto)

Das IV. Bataillon wurde am 14. Mai von Linz nach Innsbruck und Bozen und weiter nach Trient zur Südarmee entsand. Es standen 11 Bataillone, 1 Escadron und 32 Geschütze an Truppen zur Verteidigung in Tirol. Weil das Truppenkommando die vier Halbbrigaden, welche die Taleingänge aus der Lombardei nach Tirol zu verteidigen hatten zu einem Vorstoß über die Grenze anwies, kam es in der Zeit vom 25.Juni bis 4.Juli zu den Gefechten bei Pontedi-Laffaro, am Monte Suello und bei Vezza. Während der Schlacht hatte sich Erzherzog Albrecht veranlasst gesehen, seinen ursprünglichen Operationsplan dahin zu ändern, daß sämtliche Streitkräfte zum Durchbruch des feindlichen Zentrums verwendet werden sollen. Dieses war bereits beträchtlich erschüttert. Die Italiener erlitten in der Folge am Mincioflügel (Monte Vento) eine entscheidende Niederlage, ebenso bei Santa Lucia. Nun handelt es sich um die Eroberung von Custozza, wobei vom Kommandanten des 7. Armeekorps, FML Freiherr von Maroicic, Ritter des Maria Theresia Orden mit den Brigaden Töply und Welserheimb zu Angriff befohlen wurden und den Höhenzug des Belvederes zu erstürmen hatten. Die Attacke gelang in glänzender Weise, wodurch der Weg frei wurde, der in das Tal zwischen Belvedere und Custozza führte. Gegen 18:00 Uhr war Custozza eingenommen und damit die Schlacht entschieden.


Während der Schlacht hatte sich Erzherzog Albrecht veranlasst gesehen, seinen ursprünglichen Operationsplan dahin zu ändern, dass sämtliche Streitkräfte zum Durchbruch des feindlichen Zentrums verwendet werden sollten. Dieses war bereits beträchtlich erschüttert. Die Italiener erlitten in der Folge am Mincioflügel (Monte Vento) eine entscheidente Niederlage, ebenso bei Santa Lucia. Nun handelt es sich um die Eroberung von Custozza, wobei vom 7. Armeekorps, FML Maroicic (Brigade Töply und Welserheimb) zum Angriff befohlen wurden und den Höhenzug des Belvedere zu erstürmen hatten. Die Attacke gelang in glänzender Weise, wodurch der Weg frei wurde, der in das Tal zwischen Belvedere und Custozza führte. Gegen 18:00 Uhr war Custozza eingenommen und die Schlacht entschieden.

Feldmarschallltn. Baron Maroicic befiehlt den Sturmangriff des 7. Armeekorps auf Custozza 

Auf den Höhen vom Sona 11/2  Meilen von Verona am 28. Juni 1866

 

Meine lieben Kinder!

 

Am 24. Juni, Sonntag haben unser Truppen einen schönen Sieg über den Feind errungen,- und die gewonnene Schlacht wird von Custozza genannt, der Schlüsselpunkt der Hügelketten, die von dem 7. Korps unter meiner Führung erstürmt und erobert wurden. Früh morgens um 3,4, und 5 UHR brachen meine Brigaden von St.Massino auf, und rückten über Sona längs der Eisenbahn vor bis Schloß Zerbara. Ich war als Reserve der 5. und 9. Armeekorps bestimmt, welches ersteres über S. Giorgio in salie, das 9. auf Somacampagne vorrückte. Gegen 6 Uhr früh hörten wir den ersten Kanonendonner bei Villafranca in der Ebene, es war unsere Kavaleriebrigade Pulz um Bujanovic welche angriff. Bald darauf ließ sich der Geschützdonner am rechten Flügel 5.Korps Rodic, und Reserve Division Ruprecht hören, bei S.Giorgio in saline und Mongabia. Endlich 8 Uhr krachte es auch auf den Höhen von Somacampagna. Den rechten Flügel drängte der Feind nach harten Kampf zurück. Weniger gut gings auf dem linken Flügel. Bis 1 Uhr Mittag dauerten die Angriffe unserer Truppen. Aber trotz aller Tapferkeit konnten die Brigaden Wegbecker, Böckls, Sondier, die feindliche Stellung aus St. Groce und Custozza nicht erobern und mussten wieder auf die Höhe von Somacampagna zurück. Brigade Sendier gehört zu meinem Korps, war Avantgarde und ließ sich zum übereilten Angriff einreißen. Es entstand zwischen dem 5. und 9. Korps eine große Lücke, ich erkannte die Gefahr und Faßte um 2 Uhr Nachmittag den Entschluß mit zwei Brigaden Welsersheimb und Töply, 14 Bataillone, auf Custozza vorzurücken. Langsam aber taktisch geschlossen gingen die braven Truppen ins Feuer. Eine Höhe nach der anderen wurde erstürmt untd um 4 Uhr flatterten  Österreichs Fahnen auf dem Hügel von Custozza. Ich ließ meine 5 Batterien (40 Geschütze) nach und nach auffahren und ließ gewaltiges Feuer und die Tapferkeit unserer Truppen zerschmetterten endlich den Feind und ich ließ seinen letzten Haltepunkt Schloß und Gut Custozza stürmen. Der Sieg war unser, die Feinde flohen dem Mincio zu. Ein ungeheurer Jubel der Truppen schallte mir entgegen und ich begrüßte alle mit gezogenen Hut während ich die Truppen abritt. So getreue Kinder hat Gottes Hand geführt und beschützt und den schönsten Triumpf verliehen. Mein Korps hat 17 Offiziere 300 Mann tot.b50 Offiziere und 927 Mann blessiert. Es war ein schwerer heißer Kampf, doch Österreich schlug den Feind aufs Haupt. Mein Regiment erstürmt N.M. 5 Uhr Monte Groce und eroberte 6 Kanonen bei 7000 Gewehre und eine Menge Gepäck. Am 25. früh beglückwünschte mich Se.K. Hoheit E.H.Albrecht für diese glänzende Tat. Der Feind ist weit hinter den Mincio geflohen und dürfte wohl paar Wochen uns schwerlich angreifen. Im ganzen hat die Armee 16 Kanonen, viele tausend Gewehre erobert und 6000 Gefangene sind in Verona. Dankt Gott im Gebete für all die Gnade. Ich küsse und Segne Euch, und bin in liebe Euer Vater, Maroicic

 

Adressiert: An Fmlt. Freiherr Maroicic Kommandant des 7. Armeekorps bei der Südarmee zu Sona

 

Erzherzog Alfrecht mit seinem Stab nach der siegreichen  Schlacht von Custozza 

(links hinter Erzherzog Albrecht Fmlt. Maroicic)

 

Nach dem selbstverschuldeten verlorenen Krieg von 1866, trat eine viel zu späte und längst überfällige "notwendige" Armeereformen ein. 

1868 wurde in der Neuentwicklung und der Uniformierung und Ausrüstung, sowie in der Taktik neue Maßstäbe gesetzt und die K.u.k. Armee, wie Sie nun nach dem Ausgleich Österreich-Ungarns fortan hies, von Grund auf reorganisiert.

 

< Infanterist des k.u.k. Infanterieregiment Nr.14 , mit dem neuen Gewehr Lorenz ,System Wänzel 1862/67.

 

Es wurde eine Felduniform und eine Paradeuniform nach traditionellen Maßstäben vorgeschrieben. Waffenrock und Tschako zur Parade und  Feldbluse und Feldkappe zum normalen Dienst und Felddienst. Der neue dunkelblaue Waffenrock und die hellblaue Hose blieb bis zum Ende der Monarchie charakteristisch bei den Paraden. Die Feldbluse mit den vier praktischen Taschen wurden auch außerhalb der K.u.k. Armee in den Staatsbeamten, Reichsbahn, Finanz- und Sicherheitsorganen etc. eingeführt.

Am 16. Mai 1876 wurde das 25-jährige Inhaberfest des Namenspatrons des Hessenregimentes gefeiert.

Aus diesem Grund reiste eine Offiziersabordnung unter Führung des Regimentskommandanten Oberst Ludwig Edler von Cornaro nach Darmstadt, um seine königliche Hoheit König Ludwig II. von Hessen und bei Rhein zu beglückwünschen. 


Kaiserlich österreichische Regimentsfahne eines K. u. K. Infanterie Regiments Nr.14 Großherzog von Hessen

Fahnentuch aus weißer Seide mit umlaufendem schwarzen Band aus geflammten schwarz-gelbrot-weißen Dreiecken, Vorderseite mit gesticktem österreichischen Doppeladler, Rückseite mit Darstellung der Heiligen Jungfrau Maria, versilberte und vergoldete Metallfadenstickerei, Stangenseite des Tuches mit Spuren der original Benagelung, 130 x 170 cm, Gebrauchs- und Altersspuren, dazu: Fahnenband der Regimentsfahne des K. u. K. Infanterieregiments Nr. 14 (Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein), lange Seidenbänder mit gebundener Schleife, vergoldete Metallfadenstickerei, Inschrift "mit Gott für Kaiser und Vaterland" sowie gewidmet Sophie Baronin v. Kast 1876, darunter Familienwappen der Kast, Enden mit Fransenbehang, Länge 180 cm, Dorotheum Wien (Dr.Georg Ludwigstorff)


Am 13. Juli 1877 verstarb seine königliche Hoheit Großherzog von Hessen und bei Rhein. Ihm folgte sein Sohn, König Ludwig IV. Großherzog von Hessen und bei Rhein als neuer Inhaber des K.u.k.Infanterieregiment Nr.14

Ludwig IV. Großherzog von Hessen und Prinzessin Alice 1837-1892


Als in Dalmatien Unruhen ausgebrochen waren, wurde am 7.November 1881 das Regiment in Marsch gesetzt. Mit der Südbahn ging es nach Triest und dort mit dem Schiff nach Cattaro.

Es bestand ein Gefecht bei Krivoschije (Goli Vrh, Vrh Sanik). Im Mai 1882 war der Aufstand erloschen.

Am 18. August wurden die tapferen Helden vom Hessenregiment am Exerzierplatz von Cattaro ausgezeichnet. Es wurden an die Hessen 1 Silberne Tapferkeitsmedaille I. Klasse und 23. Silberne II. Klasse verliehen.

Oblt. Winternitz wurde als einziger Offizier des Regimentes ausgezeichnet, dem Militärverdienstkreuz mit KD ausgezeichnet.

Es war das letzte geführte Gefecht bis zum Ausbruch des 1.Weltkrieges für das Hessenregiment. 


Mitte September 1882 kam das Regiment wieder in Garnison nach Linz. In diesem Jahr wurde das Infanterieregiment Nr. 84 aufgestellt (später Freiherr von Bolfras) und das V. Bataillon wurde zur Formierung des neuen Regimentes abgestellt.

 

Am 13. März 1892 verstarb der Inhaber des Hessenregiment, Ludwig IV. Großherzog von Hessen und bei Rhein. Ihm folgte sein Sohn, Se. königliche Hoheit Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein als neuer Inhaber des Regiments.


Se. Königliche Hoheit Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein (letzter Inhaber) 1868 - 1937

Unteroffiziere vom Regiment IR 14 - Hessen

1901 vom 4.-5. September war die Stadt Vöcklabruck, Schauplatz größerer Truppendurchzüge. Die Korpsmanöver (Edelweisskorps) hatten in der Gegend Haag-Schwanenstadt-Lambach stattgefunden. In Vöcklabruck rückte das 14. Infanterieregiment Nr. 14 "Hessen" und das 102. Infanterie-regiment "Potiorek"(Böhmen), sowie das 41.Artillerieregiment ein. Die Artillerie wurden in den Ortschaften Pfarrhofgries, Schöndorf, Schalchham und Timelkam einquartiert.

An Infanterietruppen waren 3400 Mann einquartiert. Die Einwaagonierung der Truppen erfolgte in Attnang. In den folgenden Tagen marschierten noch das Ersatzbataillon des Infanterie-regiment Nr.59 "Rainer"(Salzburg), das 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger und das 2. Landwehrinfanterieregiment (Linz) durch Vöcklabruck.

1902 gab es Manöver in den Zillertaler Alpen gelegenen Schwarzensteingletscher (3105 m)

1905 wurde in Anwesenheit seiner Majestät Kaiser Franz Josef vom Korpskommandanten Erzherzog Eugen ein Gebirgsmanöver in Südtirol geleitet.

 

Halbe Dienstzeit 1903 - 1906


Erinnerungsbilder an die Dienstzeit (Originalfoto)


Korporal des IR 14, in Ausgehuniform mit Schützenschnur und Distanzschätzerabzeichen 1910

K.u.k. Militärschießplatz in Alharting bei Linz, 1910


 Übung am 4. Mai 1911 der 11. Kompanie J.R.14 in Linz

 

1911, gab es Dolomitenmanöver im Raume Toblach-Schluderbach-Cortina d`Ampezzo-Grödnertal-Bruneck, dem ein zweitägiger Gebirgsmarsch vom Pustertal ins Zillertal nach Mayerhofen führte, verbunden mit einer Überquerung des Schwarzensteingletschers (3105 m)

 

Manöver im Mühlviertel (Neufelden) 1912

Gruppenfoto von Soldaten und Offiziere vor der Fabrikkaserne in Linz um 1910

Eine Soldatengruppe der Hessen an der gleichen Stelle um 1916



Mannschaftstschako


Feldkappe (3.ITD)



Offizierstschako


Offizierskappe



Dienstbluse eines Zugsführers

K.u.k. Infanterieregiment Nr.14 Hessen


Paradeuniform eines Infanteristen des

K.u.k. Infanterieregiment Nr. 14 Hessen



Paradeuniform eines Leutnant des

K.u.k. Infanterieregiment Nr. 14 Hessen


Paradeuniform - Adjudant (Leutnant) des

K.u.k. Infanterieregiment Nr. 14 Hessen



Defilliee vor Se. k.u.k. Hoheit Erzherzog Eugen in Wien, um 1910


 

Der Fall Hofrichter

 

Am 17. November 1909 wurde Hptm. Richard Mader in seiner Wohnung in der Hainburgerstraße in Wien tot aufgefunden. Die Untersuchung der der Leiche ergab als Todesursache eine Zyankalivergiftung. Die Polizei fand in der Wohnung des jungen Generalstäblers eine Schachtel und ein Begleitschreiben, in dem Oblatenpastillen als potenzfördernde Mittel angepriesen wurden. Unterzeichnet war der Werbebrief von einem "Charles Francis". Ähnliche Postsendungen waren neun weiteren jungen Generalstabsoffizieren zugesandt worden, alle waren Absolventen des Ausmusterungsjahrgangs 1905.

Die militärische Abwehr vermutete einen politischen Hintergrund, im Wiener Sicherheitsbüro ging man  von einem persönlichen Motiv aus. Nach Schriftprobenvergleichen, Ermittlungen über die Herkunft der Schachteln und andere Erhebungen konzentrierte sich der Verdacht der Kriminalisten auf Oberleutnant Adolf Hofrichter, der dem Ausmusterungsjahrgang 1905 angehörte und beim Infanterieregiment Nr. 14 Großherzog von Hessen in Linz stationiert war. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Gegenstände gefunden, die den Verdacht der Kriminalisten erhärteten, unter anderen zwei Schachteln der Art, wie sie den Offizierkameraden zugesandt worden waren. Ein sachverständiger bestätigte, dass die Handschrift Hofrichters dem Schriftbild auf den Werbeschreiben für das angebliche Potenzmittel glich. Oberleutnant Hofrichter gestand die Giftanschläge. Als Motiv gab er an, dass er „benachteiligten Offizieren“ in den Generalstab verhelfen wollte. Später widerrief er sein Geständnis. Adolf Hofrichter wurde im Mai 1910 in einem Militärgerichtsverfahren im Wiener Garnisonsgericht am Hernalser Gürtel zum Tode verurteilt. Jedoch war ein Gnadengesuch von Ihm erfolgreich und die Todesstrafe wurde in lebenslange Kerkerstrafe umgewandelt. Adolf Hofrichter wurde in die Militärstrafanstalt Möllerdorf eingewiesen und wurde 1927 freigelassen.

 

Diese Kriminalgeschichte wurde auch unter dem Titel: „Der Leutnant und sein Richter", 

im Bayrischen Rundfunk BR 1984 ausgestrahlt, TV – Film oder auch als Buch von Autor Maria Fagyas


Die Regimentsmusikkapelle des k.u.k. Infanterieregiment Nr.14-Hessen

1911 wird Gustav Mahr Kapellmeister der Regimentsmusik. Er schreibt den Salm-Salm Marsch und den Österreichischen Generalmarsch.

 

Rheingraf Salm-Salm Fanfahrenmarsch

 

Gustav Mahr – Militärkapellmeister und ein begabter Komponist

 

Wurde am 23.11.1858 in Brandeis an der Elbe, Böhmen geboren. Bereits sein Vater Anton Mahr (1830-1891) war Militärkapellmeisters der zahlreiche Tanzstücke und Militärmärsche, wie den Windischgrätz-Marsch komponierte. 1870-1876 studierte er am Prager Konservatorium Violine und Musiktheorie und wurde anschließend Sologeiger in der von seinem Vater damals geleiteten Regimentsmusikkapelle des IR 75 in Prag. 1878 Kapellmeister im IR 60, welches in Bosnien in Garnision lag. Ab 1884 wirkte Mahr als Militärkapellmeister bei verschiedenen Regimentern und von 1911-1918 als Kapellmeister im IR 14 Hessen in Linz. Bei Kriegsende 1918 war Gustav Mahr der damals älteste unter allen Musikapellen der alten Armee, zu dessen Elite er stets durch sein Können gehörte. Er wirkte noch bis 1930 als Leiter des Kolosseumorchester und der Eisbahnerkapelle in Linz. Seine bekanntesten Märsche gehören der beim 2.Tiroler Kaiserjägeregiment entstandene Marsch „Hoch Tirol“, und der bei den Kaiserjägerregimenter als Defiliermarsch gespielte „Andreas Hofer-Marsch“, „Frisch vorwärts 59er Regiments Signalmarsch“. Als besonderer Meister erwies er sich in der Komposition von Märschen im historischen Stil, wie der „Rheingraf Salm – Salm Fanfarenmarsch“ der 1917 preisgekrönte „österreichische Generalmarsch“ und der „Fennerjägermarsch“ zeigen. Er verstarb am 1.September 1930 in Hargelsberg, Bezirk Linz-Land. Siehe auch Gustav Mahr - Wikipedia

 

Oberleutnant d.R. Karl Pernklau – Komponist des Hessenmarsches


Geboren am 26.6. 1891 in Peuerbach (Bezirk Grießkirchen, OÖ) , im Zivilberuf  als Sparkassenbeamter tätig, wurde 1911 als "Einjährig Freiwilliger" zum oberösterreichischen Infanterieregiment Nr. 14 Hessen assentiert und brachte er es bis zum Oberleutant.. Während eines Fronturlaubes spielte er auf einen Klavier  melancholisch spielend einen geschriebenen Marsch. Diesen versperrte er in seine Schreibtischlade. Erst 1916, mittlerweile als Leutnant, nach einer Verwundung auf Erholungsurlaubes in Linz weilend, erinnerte er sich an seinen musikalischen Versuch und holte die Notenblätter aus seiner Schreibtisch hervor. Er spielte diese einigen Kameraden zur Aufheiterung vor und begeisterten Zuhörer forderten Ihn auf ,diese zu veröffentlichen. Er getraute sich jedoch so nicht recht sein Werk dem gestrengen Kapellmeister vorzulegen. Deshalb suchte er es zuerst den Musikfeldwebel Pöschl auf, ob dieser Marsch zu Komponieren  auch würdig sei. Schon am nächsten Morgen um 6 Uhr früh, wurde Lt. Pernklau  von einer Ordonanz zu einer Musikprobe in die Fabrikskaserne befohlen.  Dieser, wurde in der Nacht, von Kapellmeister Mahr als Marsch zu der heutigen gespielten Version gebracht. Von nun an wurden alle Marschbataillone  von Linz  aus ins Felde verabschiedet. Nach der Ortigaraschlacht und der Retablierung im Juni 1917 in Trient, defilierte das gesamte Hessenregiment mit dem X/14.Marschbataillon gemeinsam zum ersten und auch leider zum letzten Mal unter den Klängen des neuen Hessenmarsches am Campo marzio, vor dem Armeekommandanten der 11. Armee Generaloberst Graf von Scheuchenstuel. Dieser Marsch von Pernklau, der zu einer der populärsten und Volkstümlichen Märschen Österreichs zählt, reiht sich damit zu einem  schönsten der österreichischen Militärmusik ein.


Regimentskapelle in Trient, Südtirol

Hessen-Marsch von Oberleutant.i.d.R. Karl Pernklau


Hessenmarsch mit Text


Text zum Trio des Hessenmarsches von Landsturm-Leutnant Karl Gattermeyer


1.)

Vom Landl an der Traun

Rückn`s an

vom blauen Donaustrand

vom Mühelland

von Enns-und Steieretal

und überall

mit ein Stolz ein jeder nennt:

Das Hessenregiment 


2.)

Erprobt in schwerster Zeit

stets bereit

  zur Fahne siegumkränzt

das Auge glänzt!

gilt`s einen letzten Sturm

„d`Linzer Buam

gehen drein, wär`s noch so heiß

und unser ist der Preis

3.)

Österreich, lieb`s Vaterland

dein sei mein Herz

dein sei mein Sinn

dein sei die Hand

schwören es in Glück und Not:

schwarz die Farb,Gold das Herz,

treu bis in den Tod!


Franz Rezek 1847-1912

30 Jahre Hessen-Kapellmeister, Komponist u. Musiklehrer (vorletzter Hessenkapellmeister)

 

 

Franz Rezek – Militärkapellmeister und Komponist

 

Geboren am 1.Jänner 1847 in Diwischau, Bezirk Beneschau in Böhmen, als Sohn eines Schmiedemeisters. Er wurde an der Prager Orgelschule bei Vinar und vom Violinlehrer am Konservatorium Mildner ausgebildet. Er kam 1865 zum Musikkorps des 19. Feldjägerbataillon und 1870 zum IR 20. 1874 Violinist an der Marienoper in St. Petersburg. 1876 trat er als Musikfeldwebel in das Musikkorps des IR 9 ein. 1878 kam er zum IR 14 – Hessen, wo er 1882 zum Kapellmeister ernannt wurde. 1901-1908 in der Garnisionen Bozen und Bregenz, kehrte er 1908 in die Garnision nach Linz, wo er Erzherzog Johann Salvator (Johann Orth) kennenlernte und Ihn 3 Jahre in Zitherspiel und Komposition unterrichtete und durch seine Militärkonzerte sehr populär wurde.

 

Er unterrichtete auch als Musiklehrer in der Militär-Unterrealschule Enns. Von den 327 Kompositionen – Märsche, Walzer, Polkas, Gavotten, Konzertstücke, Ouveturen sind besonders der „Lahousenmarsch", der „Generalstabsmarsch", sowie der Trauermarsch „zum Grabe“ zu erwähnen.

Er starb im Alter von 65 Jahren am 1.April 1912 in Linz. 

 

 

Musikkapelle des 21. Marschbataillon


 

Die Obersten und Kommandanten des Regimentes

 

1733-1734

1734-1738

1739-1745

1745-1752

1752-1758

1758-1762

1758

1762-1771

1771-1783

1794

1794-1797

1797-1800

1800

1800-1807

1807-1809

1809-1814

1814-1828

1828-1832

1832-1838

1838-1846

1846-1848

1846-1848

1848-1849

1849-1853

1852-1857

1853-1857

1857-1859

1859-1866

1866-1874

1869

1872-1874

1874-1877

1877-1879

1879-1880

1880-1883

1883-1888

1888-1893

1893-1898

1898-1903

1903-1908

1908-1909

1909-1913

1912

1913-1914

1914

1914-1917

1915-1918

1918


Nikolaus Leopold Rheingraf von Salm

Graf Heinrich IV. Reuß-Plauen

Ernst von Milner

Josef Kessel

Adam Ferdinand Freiherr Krammer von Obereck

Christian Freiherr von Beffendorf

Maximilian Prinz zu Salm.Salm (2.Oberst)

Maximilian August Zorn von Plombsheim

Maximilian Graf Baillet de Latour

Eduard Jamez

Franz Marquis Lusignan

Franz Freiherr von Kattlinsky

Karl Graf Paar

Franz Marziani von Sacile

Albert de Best

Martin von Steinmann

Joachim Ritter von Puteany

Ludwig Freiherr von Schönemark

Wenzel Eliatschek von Schönermark

Franz Ullrich von Ullrichsthal

Josef Bartsch

Anton Tauber von Taubenberg (2.Oberst)

Josef Tham

Josef Freiherr Reichlin von Meldegg

Se. Kaiserliche Hoheit Erzherzog Heinrich (2.Oberst)

Josef Freiherr Jablonsky del Monte Berico

Ferdinand Mumb von Mühlheim

Adolf Schütte Freiherr von Warensberg

Peter Narancic

Gustav Edler von Gautta (2.Oberst)

Hugo Ritter Taulow von Rosenthal (2.Oberst)

Ludwig Edler von Conaro

Arnold König

Josef Großman von Stahlborn

Gustav Scharinger Ritter von Olosy

Karl Kostersitz

Oskar Negrelli Ritter von Moldelbe

Sigmund Klug Edler von Klugenwald

Wilhelm Lahausen Edler von Vivremont

Heinrich Polaczek

Johann Linhart

Alfred Ritter von Hinke

Dioniys Rabatsch (2.Oberst)

Friedrich Edler von Löw

Thomas Benesch

Richard von Vitorelli

Artur von Böschmann (2.Oberst)

August von Ontl



Geschichtliche Ereignisse und Gefechte des Regiments seit der Gründung

 

1739 - Feuertaufe der Salm-Infanterie im Gefecht bei Pancova südlich von Belgrad

1743 - Schlacht bei Vettingen (Main)

1746 - Gefecht an der Saar

1747 - Schlacht bei Laffeld; Schlacht bei Bergen op Zoom Niederlande)

1748 - Das Regiment erhält den schwarzen Aufschlag

1757 - Schlacht bei Kolin (Major Prinz Salm erhält das Ritterkreuz des MTO)

1757 - Angriff auf Gabel, Berennung von Zwittau, Kanonade bei Witzendorf, Gefecht bei Moys (Schlesien), Oberst Freiherr von Kramer erhält das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theres.-Orden

1758 - Treffen bei Zwittau

1759 - Treffen bei Saalfeld an der George, Arrieregardegefecht über Haslau gegen Eger

1760 - Schlacht bei Landshut, Erstürmung von Glatz

1762 - Vorpostengefecht bei Zaunhauss, Erstürmung der Redouten von Brand, Gefecht bei Freiber

1769 - Erhält das Regiment Tillier – dem Armeerange seines Inhabers gemäß – die Nummer 14

1779 - Garnison des Regiment Nr.14 in Linz und Braunau. Linz wird zum Webebezirk1788 - Ers

türmung bei Novi an der Una, Oberleutnant Graf Josef Fiquelmont erhält das Ritterkreuz des MTO

1789 - Kaiser Josef II stiftet die Goldene und Silberne Ehren-Denkmünze (Tapferkeitsmedaille)               

1789- Erstürmung von Belgrad,  Regimentsinhaber GM Wilhelm Freiherr von Klebek erhält Kommandeurkreuz des MTO                                                   

1792- Gefecht bei Trier

1793-Kapitulation von Le-Quesnoy, Gefecht bei Hesperingen, Gefecht bei Maubeuge, Schlacht bei Wattignier (Frankreich)

1794 – Gefecht bei Beaumont, Sivry, Bousignies, Hantes, Kapitulation von Lanrecies, Gefecht bei Thuin und Lobdes, Grand-Reng, Marchienne-au-pont, Entsatz von Charleroi, Streifzug in das Französische Lager von Altzingen

1795 – Kampf um den Hartberg bei Mainz, Einschließung von Mannheim, Erstürmung des Galgenberges bei Mannheim, Gefecht bei Sankt Martin

1796 – Gefechte bei Gardone, Lonate, Desenzano, Volarno, Calliano, S. Giorgio, Favorita, Besenello, Peri

1797 – Schlacht bei Rivoli, Gefechte bei Longarone, Raibl, Tarvis

1798 – Bewaffnung: 17,5 mm Komissflinte mit Steinschloss -  Muster 1798

1799 – Gefecht bei Verona, Treffen bei Verona, Schlacht bei Magnano, Schlacht bei Lassano, Gefechte bei Marengo, Modena, Kampf am Tidone, an der Trebbia, Schlacht bei Trebbia, Schlacht bei Novi, Gefecht bei Savigliano und Fassano, Angriff auf Pinerolo, Erstürmung von Novi

1800 – Gefecht bei Cadibona, Angriff auf die Bocchetta, Gefechte bei Stella, und Sauda, S. Martino d´Albero Albisola, Loano, am Monte Becco, am Var, auf dem Monte Nave, bei Piacenca, Schlacht bei Marengo, Schlacht am Mincio, Gefecht bei Valegio

1805 – Gefechte am Bodenbichl, am Steinpass, bei Unken, Kampf im Pass Strub

1809 – Gefecht bei Pfaffenhofen, Treffen bei Landshut, Schlacht bei Neumarkt (Bayern) Oblt. Georg Freiherr von Fastner erhält das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Orden Gefecht bei Riedau, Neumarkt und Ebelsberg, Schlacht bei Aspern und Esslingen, Schlacht bei Wagram, Gefecht bei Znaim

1809 -  Adjustierung: Stabsoffiziere Hut (Zweispitz ohne Federbusch) Oberoffiziere und Mannschaften: Tschako (Grenadier-Bärenfellmützen bis 1854) Helme mit Kammquasten (im Austragen) Waffenrock und Hose weiß, schwarze Tuchgamaschen Rangabzeichen: Goldborten für Offiziere, gelbe Wollborten für Unteroffiziere am Tschako Gold- bzw. Silberborten für Generale am Rockaufschlag.

1812 – Titelführung im Armeealmanach als K.K.Hausregiment

1813 – Schlacht bei Hanau (bei Leipzig), Kantonierung in Zürich

1814 – Schlacht bei La-Rothiere, Verteidigung von Troyes, Gefecht bei Bar sur Aube, Treffen bei Arcis sur Aube, Einzug in Paris mit Grenadierbataillon unter Major Puteany

1817 – Garnison in Oberösterreich, dann Salzburg, Brescia, Mantua, Peschiera, Klagenfurt, Padua, Wien

1848 – Vorpostengefechte bei Pontafel, Gefecht bei Selva, Überfall bei Osoppo, Abwehrgefecht bei Ca Campo  di Ossopo, Gefecht bei Dario, Abwehr zweier Ausfälle aus Ossopo, Kampf bei Malcontenta, Ausfallabwehr bei Brondolo, Gefecht bei Ossopo und      Erstürmung und Kapitulation

1849 – Treffen bei Komorn, Zsigard, Pered, Schlacht bei Pered

1849 – Adjustierung: Tschako, weißer Waffenrock, blaue Pantalons, weißes Passepoil. Normierung der der Distinktionssterne (nur 1848 Kragenlitzen aus Gold bzw. Wolle)

1859 – Schlacht bei Magenta, im achten Sturm wird der Ort Ponte vecchio di Magenta behauptet Regimentsfeiertag, Schlacht bei Solferino

1860-  1871 Garnisonen in Oberösterreich u.a. Wien, Niederösterreich, Pressburg

1861 – Weihe der Bataillionsfahne I/14 in Linz, später Regimentsfahne bis 1918

1864 – Gefecht bei Oberselk, Schlacht bei Oeversee, Gefecht bei Veile, Überfall bei Ashoved

1866 – Kanonade bei Salnei, Schlacht bei Königsgrätz, Gefechte bei Limego, Bececa, Treffen bei Blumau

1867 – Einführung der allgemeinen Wehrpflicht – Ergänzungsbezirkkommando und Ersatzkader in Linz

1868 – Einzellader (Lorenzgewehr umaptiert) System Wänzl, 13,9 mm Waffenrock dunkelblau, Pantalons     hellblau, Feldkappe blau

1872 – Einzellader, System Werndl (Tabernakelverschluß), 11 mm

1872 – 1901 Garnison in Oberösterreich, Wien, Cattaro, Budua, Trebnice, Innsbruck, Bozen, Silian, Franzensfeste, Kles

1882 – Gefecht bei Orahovac (Bucht bei Cattato), Steridungen in der Krivoschije (Goli Vrh, Vrh Sanik)

1888 – Bewaffnung Mannlicher Repetiergewehr M 88 - 8 mm

1908 – Stab und Regiment in Linz (vorher Baonsgarnisone in Bregenz (Stab), Innsbruck, Schwaz, Linz

1908 – Aufstellung der ersten Maschinengewehrabteilung (2 MG, System Schwarzlose M 07 - 8mm

1909 – II/14 auf Kriegsstand in Mostar (Annexionskrise) Montur erstmals in Hechtgrau


Am 1. September 1905 trat Erzherzog (Kaiser) Karl als Leutnant im Dragonerregiment Nr. 7 Herzog von Lothringen und Bar ein.

1906 wurde er nach Brandeis a.d. Elbe versetzt und dort am 1. November zum Oberleutnant befördert. Nach einer zwei jähriger Unterbrechung für ein Studium in Prag, kehrte er am 1. Juli 1908 als Schwadronskommandant im Range eines Rittmeister zurück.


Anläßlich zum 60-jährigen Geburtstag von Kaiser Franz Joseph I. am 18. August 1908, besuchte Erzherzog Karl, Rittmeister im Dragonerregiment Nr.7 - "Herzog von Lothringen und Bar"), mit seiner Mutter Erzherzogin Maria Josefa, Bad Ischl. Originalphoto

Die Pfarrgasse vor dem Hotel zur Post (ältestes Hotel im Salzkammergut).