Geschichte Teil 1 

1733-1914 

Entstehung des K.u.k. Infanterieregiment Nr.14 Großherzog von Hessen und bei Rhein

Der Anfang

 

Nikolaus Leopold Rheingraf zu Salm (später-Feldmarschall Nikolaus Fürst zu Salm-Salm) >                               

Bedingt durch den polnischen Erbfolgekrieg im Jahre 1733 und den Tod von König August II., war es notwendig geworden neue Truppen in der Armee aufzustellen.

Im Form eine Vertrages vom

4. November 1733 erließ Kaiser Karl VI. an den Präsidenten des Hofkriegsrates Prinz Eugen von Savoyen einen Bestallungsbrief für Truppenaushebungen an den Obristen Nikolaus Leopold Reichsgraf von Salm. Er erhielt die Order (Bestallung) ein Regiment von 2300 Mann aufzustellen und wurde somit auch der erste Oberstinhaber.

< Stabsoffizier im Regiment Graf Salm 1740 

Der österreichische Erbfolgekrieg 1740-1748

Nachdem die Habsburgische männliche Linie mit Kaiser Karl VI. ausgestorben war, stellt Kurfürst Karl Albrecht von Bayern Erbrecht auf die Thronfolge, obwohl das Thronrecht für Maria Theresia Tochter von Kaiser Karl VI. durch die Pragmatische Sanktion gesichert war. Der Krieg wurde eingeleitet, da Friedrich der Große in Schlesien mit Truppen ohne Kriegserklärung einmarschiert war und diese besetzte. Die bedeutendsten Schlachten fanden 1741 bei Mollwitz, 1743 bei Dettingen und 1745 bei Hohenfriedberg statt.

1748 bei Friedensschluss wurde das Erbrecht für Königin Maria Theresia anerkannt. Preußen aber, behielt Schlesien.


1779 nach dem Frieden zu Teschen, wo das Innviertel an Österreich fiel, kam das Regiment Nr.14 zum ersten Mal nach Oberösterreich und kam nach Linz und Braunau in Garnison. Linz wurde zum ersten Mal Werbebezirk des Regiment IR 14. In den Revolutionskriegen (1792-1804) kämpfte das Regiment bei der Erstürmung von Novi. Bei dieser Erstürmung der Festung, erstieg Oblt. Josef Graf von Fiquelmont mit 40 Mann den Wall und behauptete trotz Verwundung die Festung und wurde mit dieser Tat mit dem Ritterkreuz des Militär Maria Theresien Orden ausgezeichnet. Für tapferes Verhalten im Gefecht bei Wavern am 12.12. und  bei Saarburg am 15.12.1792, wurden 5 Mann als erste im Regiment mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 11. Dezember 1795 wurde als erster Feldwebel Albert Baumann mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Franzosenkriege 1800-1815 

Linieninfanterist, Fahnenführer, Offizier mit dem Tschako

1792- Gefecht bei Trier

1793-Kapitulation von Le-Quesnoy, Gefecht bei Hesperingen, Gefecht bei Maubeuge, Schlacht bei Wattignier (Frankreich)

1794 – Gefecht bei Beaumont, Sivry, Bousignies, Hantes, Kapitulation von Lanrecies, Gefecht bei Thuin und Lobdes, Grand-Reng, Marchienne-au-pont, Entsatz von Charleroi, Streifzug in das Französische Lager von Altzingen

1795 – Kampf um den Hartberg bei Mainz, Einschließung von Mannheim, Erstürmung des Galgenberges bei Mannheim, Gefecht bei Sankt Martin

1796 – Gefechte bei Gardone, Lonate, Desenzano, Volarno, Calliano, S. Giorgio, Favorita, Besenello, Peri

1797 – Schlacht bei Rivoli, Gefechte bei Longarone, Raibl, Tarvis

1798 – Bewaffnung: 17,5 mm Komissflinte mit Steinschloss -  Muster 

1799 – Gefecht bei Verona, Treffen bei Verona, Schlacht bei Magnano, Schlacht bei Lassano, Gefechte bei Marengo, Modena, Kampf am Tidone, an der Trebbia, Schlacht bei Trebbia, Schlacht bei Novi, Gefecht bei Savigliano und Fassano, Angriff auf Pinerolo, Erstürmung von Novi

1800 – Gefecht bei Cadibona, Angriff auf die Bocchetta, Gefechte bei Stella, und Sauda, S. Martino d´Albero Albisola, Loano, am Monte Becco, am Var, auf dem Monte Nave, bei Piacenca, Schlacht bei Marengo, Schlacht am Mincio, Gefecht bei Valegio

1805 – Gefechte am Bodenbichl, am Steinpass, bei Unken, Kampf im Pass Strub - Gefecht bei Lambach (1805) – Wikipedia

Infanterie mit dem Raupenhelm und Offiziere mit Zweispitzhut 

1809 -  Adjustierung: Stabsoffiziere Hut (Zweispitz ohne Federbusch) Oberoffiziere und Mannschaften: Tschako (Grenadier-Bärenfellmützen bis 1854) Helme mit Kammquasten (im Austragen) Waffenrock und Hose weiß, schwarze Tuchgamaschen Rangabzeichen: Goldborten für Offiziere, gelbe Wollborten für Unteroffiziere am Tschako Gold- bzw. Silberborten für Generale am Rockaufschlag.

Der heute nicht mehr bestehende Franzosenzaun aus  Gewehrläufen gefertigt. Historischer Zaun bedroht | Nachrichten.at

1809 – Gefecht bei Pfaffenhofen, Treffen bei Landshut, Schlacht bei Neumarkt (Bayern) Oberleutnant Georg Freiherr von Fastner erhält das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Orden Gefecht bei Riedau, Neumarkt und Ebelsberg Schlacht bei Ebelsberg – Wikipedia

Schlacht bei Aspern und Esslingen - Schlacht bei Aspern – Wikipedia

Schlacht bei Wagram - Schlacht bei Wagram – Wikipedia 

Gefecht bei Znaim

1812 – Titelführung im Armeealmanach als K.K.Hausregiment

1813 – Schlacht bei Hanau (bei Leipzig), Kantonierung in Zürich

1814 – Schlacht bei La-Rothiere, Verteidigung von Troyes, Gefecht bei Bar sur Aube, Treffen bei Arcis sur Aube, Einzug in Paris mit Grenadierbataillon unter Major Puteany

Am 19.September 1841 fand die Fahnenweihe der drei Feldbataillone und dem ersten Landwehrbataillon auf dem Linzer Hauptplatz statt.


Revolutionskriege 1848/49

< K.K. Infanterieregiment Nr. 14, Hausregiment „Erzherzog Rudolf"  (1811-49) , Linieninfanterist

 Im Märzaufstand des Jahres 1848 wurde das Regiment bei der Besetzung in Wien eingesetzt. Danach wurden 2 Bataillone nach Italien unter Feldmarschall Graf Radetzky gerufen. Das Regiment bestritt Vorpostegefechte bei Pontafel, Gefecht bei Selva, Überfall bei Opsoppe, Abwehrgefecht bei Campo Osoppe, die Abwehr zweier Ausfälle aus Osoppe und den Kampf bei Malcontenta. Das Regiment kämpfte noch einmal ein Gefecht bei Osoppe und die Erstürmung und Kapitulation. 3 Goldene Tapferkeitsmedaillen, 5 Silberne I. Klasse und 6. Silberne II. Klasse wurden verliehen.

Im Jahr 1849 kämpfte das Regiment  in Ungarn bei Komorn und  Zsigerd. Am 20. und 21. Juni in der Schlacht bei Pered.

1848/49 wurden dem Regiment  3 Goldene, 8 Silberne I. Klasse 

und 16 Silberne Tapferkeitsmedaillen II. Klasse verliehen.


Der neue Regimentsinhaber

Ludwig III. Großherzog von Hessen 1806-1877

Durch Allerhöchste Entschließung vom 16. Mai 1851 erhielt das Infanterieregiment Nr. 14, durch seine königliche Hoheit Ludwig III. Großherzog von Hessen und bei Rhein einen neuen Regimentsinhaber. Die Großherzogin Mathilde spendete am 18. Juni 1851, dem in Linz in der Schlosskaserne stationierten Bataillon ein kostbares aufwendig gesticktes Fahnenband. Somit erhielt das Regiment ihr viertes Siegel verliehen. Mit neuen Regimentsnamen auf immerwährende Zeit wurde es nun als Oberösterreichisches Hausregiment K.K. Regiment Nr. 14 - Großherzog von Hessen und bei  Rhein, benannt mit dem jeweiligen Vornamen vom regierenden des Großherzogtums Hessen.


Die Schlosskaserne in Linz 

Die „Fabrikskaserne" in Linz - 1856 wurde das Hauptgebäude der ehemaligen Wollzeugfabrik in Linz  als Kaserne umgebaut, in der ein Bataillon der Hessen untergebracht war und seither „Fabrikskaserne" genannt wurde.

Der 2. Oberst (1852-1857) des Hessenregiment 

Erzherzog Heinrich, Bruder von Erzherzog Rainer - (original Foto)

 

1858 - verstarb einer der besten und talentiertesten Heerführer, der Retter der K.K. Monarchie Österreichs.  Das Militärgenie Feldmarschall  Josef Johann Graf Radetzky von Radetz, Ritter des goldenen Vließ, Großkreuz des Maria Theresienordens etc.

Während der Garnisonierung in Wien war das K. K. Infanterieregment Nr.14 - Großherzog von Hessen auch bei dem am 18. Jänner 1858 von seiner Kaiserlichen königlichen Majestät Kaiser Franz Joseph I. persönlich kommandierten Kondukt für Feldmarschall Graf Radetzky ausgerückt und nahm daran teil.


Französisch-Österreichischer Krieg 1859 

Hessen-Infanterist um 1850 >

Die österreichische Herrschaft in Norditalien führte 1859 zu einem Zusammenstoß zwischen Österreich und Sardinien, dass in aller Heimlichkeit und unterstützt von Frankreich, (und von Deutschland-Preußen verraten), für die Einheit Italiens arbeitete. Durch Truppen unterstützt von Garibaldi, welcher 1848 von Südamerika zurückkehrte und nach dem verlorenen Krieg 1848/49 nach Amerika emigrierte, kam 1854 wieder zurück. Obwohl 1859 seine 3000 "Rothemden" am 15. Juni  von Fmlt. Karl von Urban geschlagen wurden, musste nachdem das Französisch - Sardische Heer das österreichische bei Magenta und Solferino besiegt hatte, Österreich unter der Bedingung Frieden schließen, dass es die Lombardei an Sardinien abtrat. Frankreich erhielt 1860 Nizza und Savoyen und musste als Gegenleistung die Eingliederung Modena, Parma, der Toskana und einen Teil des Kirchenstaates in Sardinien anerkennen. 

Damit verlor Österreich die Vorherrschaft in Italien.       

Ein Feldjäger und Hesseninfanterie im Feuergefecht

Schlacht von Magenta

Am 6. Jänner 1859 um 16:00 Uhr erhielt das Regiment den Marschbefehl, sich am nächsten Tag mit dem Bahntransport nach Italien abzurücken. In der Nacht vom 9. Jänner traf das Regiment in Laibach ein. Am selben Tag erfolgte die Weiterfahrt mit der Eisenbahn nach Triest, wo die zwei Lloyddampfer Neptun und Bombay das Regiment nach Venedig einschiffte. Das Kommando über die Truppen in Italien führte Feldzeugmeister Graf Gyulay. Das Hessenregiment unter Oberst Ferdinand Mumb von Mühlheim wurde in die Brigade des Generalmajors Graf von Hartung  eingeteilt. Am 27. Mai fand in Gegenwart des Armeekommandanten Graf Gyulay die Fahnenweihe des Grenadierbataillons statt. Am 4. Mai wurde das Hessenregiment bei Magenta eingesetzt. Nach mehrmaligen Sturm auf das Dorf, das immer wieder den Besitzer wechselte, gelang es nicht den Ort zu halten, da die Übermacht des Feindes zu groß war. Es wurde die Nacht im Biwak verbracht. Am 5. Mai 3:00 Uhr Nachts versuchte der Feind vorzurücken. Die ganze Linie der Österreicher ging ihnen entgegen. Dem 1. Bataillon gelang es, im achten Kampf in den westlichen Ortsteil einzudringen, während die anderen Bataillone schon im östlichen Teil vorrückten, wird der Ort zur Gänze erobert und von den Hessen behauptet.

Olt. Kleinert weist die Angriffe der auf der Eisenbahn über den Naviglio vordringenden französischen Gardegrenadieren zurück, in der Schlacht bei Magenta, am 4. Juni 1859.

Auszeichnungen an Offiziere

Ritterkreuz des Leopoldordens:

Oberst Ferdinand Mumb von Mühlheim

Oberstleutnant Adolf Freiherrn Schütte von Warensberg

Orden der Eisernen Krone III.Klasse:

Major Johann Töply von Hohenvest

Militärverdienstkreuz:

Major Joseph von Ulrich

Major Adolf Ritter Prinzinger von Ari

Hauptmann Bernhard Schiffer

Hauptmann Eberhard Baron von Stetten

Hauptmann Alexander Josa´

Hauptmann Achilles Edler von Gröller

Hauptmann Hugo Ritter von Henriquez

Hauptmann Dominik von Kreyssern

Hauptmann Franz Zillich

Hauptmann Johann Hiltl

Hauptmann Johann Wolf

Hauptmann Friedrich Bennesch

Hauptmann Karl Rosner

Hauptmann Edmund Hödl

Hauptmann Gottfired Gstier

Hauptmann Josef Fischer

Oberlieutnant Otto Hund

Oberlieutnant Matthias Danninger

Oberlieutnant Albin Kern

Unterlieutnant Theodor Krikovic´

Unterlieutnant Karl Eggner

Unterlieutnant Ludwig Pauli

Goldenes Verdienstkreuz:

Unterarzt Alois Wostry

Am 24. Juni tobte nun die Schlacht von Solferino. Das Hessenregiment stürzte sich von dem an der Spitze geführten Kommandanten Oberst Ferdinand von Mumb an die vorrückenden Franzosen und warf den Gegner. Durch das waghalsige vorgehen des Kommandanten, wurde dieser von einer feindlichen Gewehrkugel in die Brust getroffen und verstarb wenig später in den Armen seines Regimentsadjudanten. Er wurde am 26. Juni auf dem Friedhof von Villafranca bestattet. In der Schlacht von Solferino verlor das Hessenregiment 5 Offiziere und 53 Mann an Toten und 12 Offiziere und 297 Mann an Verwundeten.

 

Auszeichnungen an Offiziere

Orden der Eisernen Krone II.Klasse:

Oberst Ferdinand Mumb von Mühlheim (postum 24. Juni 1859)

Orden der Eisernen Krone III. Klasse:

Oberlieutnant Otto Hund

Militärverdienstkreuz:

Hauptmann Wilhelm Mayern von Hohenberg

Hauptmann Baravalle Edler von Brackenburg

Oberlieutnant Josef Stadtthaler

Unterlieutnant Maximilian Rosenberger

Unterlieutnant Julius Egloff von Engvilen

Goldenes Geistliches Verdienstkreuz

Regimentskaplan Anton Menschik

Goldenes Verdienstkreuz

Oberarzt Dr. Maximilian Magni

Unterarzt Franz Kobli

Es wurden insgesamt 7 Goldene Tapferkeitsmedaillen, 38 Silberne Tapferkeitsmedaillen I. Klasse und 138 Silberne Tapferkeitsmedaillen II. Klasse, sowie 36 Mann und viele Offiziere wurden vom Großherzog von Rhein mit Hessischen Tapferkeitsorden ausgezeichnet.  

 


Erinnerungsmedaille aus Silber für die Teilnehmer an die Schlachten von Motebella - Palestro - Turaico  - Magenta -  Marignan - Solferino,

der siegreichen Französische Armee unter Kaiser Napoleon III. 1859

Bischof Franz Josef Rüdiger weiht 1862 die Fahne des IV. Bataillon im Linzer Dom

Der Deutsch-Dänische Krieg 1864

Die Kriegserklärung erfolgte vom Deutschen Bund, welcher Preußen und Österreich beauftragte den Krieg zu führen. Der Grund lag in der Novemberverfassung, die im Gegensatz zu früher getroffenen Vereinbarungen erklärte, dass das Herzogtum Schleswig dem Königreich Dänemark einverleibt werden soll. Nach entscheidenden Schlachten bei Oeversee, den Sturm auf die Düppeler Schanzen, Eroberung von Veile, musste Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg abtreten.

Feldmarschallleutnant Ludwig Freiherr von Gablenz begrüßt die Schwarz-Gelbe Brigade OÖ Infanterieregiment Nr. 14 Hessen und das steirische Infanterieregiment Nr. 27 König der Belgier, bei Oeversee.


Das Hessenregiment kämpfte gemeinsam mit dem Belgierregiment in der Brigade Nostitz im ersten Gefecht am 2. Februar bei Oberselk.

Am 6. Februar traf das an der Spitze der Brigade vorrückende Regiment Nr.27 bei Oeversee auf den Feind und ging vereint mit dem im Verband befindlichen steir. Feldjägerbataillon Nr. 9 zum Angriff vor 

Das Hessenregiment mit je einem Bataillon an beiden Flügeln, zwang den Gegner zum Rückzug. Am 8.März stießen die Hessen nähe beim Ort Veile auf den immer gegen Osten nach Jütland zurückziehenden Gegner. Das Regiment ging um 15:00 Uhr vor dem Ort Veile ins Gefecht. Die vorderen Abteilungen wurden geworfen und der Ort gestürmt. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht und der Rest der Dänen in die Flucht geschlagen. Im weiteren Verlauf kam das Regiment zu keiner Kampfhandlung mehr. Bis zur Rückkehr in die Heimat am 23.November verrichtete das Regiment Wach- und Stranddienst. Es wurden 1 Goldene Tapferkeitsmedaille,

10 Silberne I. Klasse und 38 Silberne II. Klasse verliehen.

 

Albert Guyard Graf von St. Julien und Wallsee . Erblandfalken-meister in Österreich u. d. Enns, k.k. Kämmerer, Hauptmann. Geb. 24. Februar 1841 zu Wolfsegg OÖ 

Als Oberleutnant im Infanterieregiment Nr.27  König der Belgier machte er den Feldzug in Dänemark mit und erhielt bei Oeversee das Militärverdienstkreuz verliehen:

Eine feindliche Abteilung versuchte das I. Bataillon zu umgehen, wurde aber von der 6.Kompanie wo Oblt. Graf St. Julien zurückgeworfen. In diesem Gefecht traf er mit dem kgl. dänische Capitän Lars Veih im Zweikampf aufeinander. Er verwundete diesen und eroberte mit seinem Zug die Höhen und pflanzte dort die kaiserliche Fahne auf. Für diese tapfere Tat wurde ihm am 13. Mai  1864 das Militärverdienstkreuz verliehen. Graf Albert trat am 4. November 1858 als „Gemeiner2 im Infanterieregiment Nr.14 Großherzog von Hessen ein. Als Leutnant machte er 1859 den Krieg gegen Italien im Infanterieregiment Nr. 22 Graf Wimpfen eingeteilt im 7. Armeekorps FML Zobel mit. 1866  wurde als Ordonanzoffizier im Range eines Hauptmanns im Infanterie Reg. 41 Kellner bei Sr. Kaiserlichen Hoheit Erzherzog Leopold im Kommando des 8. Armeekorps bei der Nordarmee eingeteilt.

Nach 1866 quittierte er unter Beibehaltung seines Ranges den Dienst.

Ausgezeichnete Offiziere des Regiments:

Ritterkreuz des Leopoldordens mit Kriegsdekoration

Hauptmann Wilhelm Mayern von Hohenberg

Orden der Eisernen Krone III. Klasse mit Kriegsdekoration

Hauptmann Achilles Edler von Grödler

Hauptmann Karl Matzak von Ottenburg

Hauptmann Friedrich Benesch

Oberlieutnant Albin Kern

Militärverdienstkreuz mit Kriegsdekoration

Major Hugo Taulow Ritter von Rosenthal

Hauptmann Franz von Czako´

Oberlieutnant Franz Vorgeitz

Lieutnant Josef Schädlbauer

Lieutnant Johann Schneiperg

Silbernes Geistliches Verdienstkreuz

Regimentskaplan Thomas Sladovnik

Auszeichnungen an Mannschaften

1 Goldene Tapferkeitsmedaille

10 Silberne Tapferkeitsmedailen I. Klasse

39 Silberne Tapferkeitsmedaillen II. Klasse


 1866 -  Nördlicher Kriegsschauplatz Königsgrätz

Die Schlacht bei Nachod am 27. Juni 1866 war die erste größere Schlacht im Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich.

Das k.u.k. Inf.Reg. Nr. 6 "Karl I. König von Rumänien" errichtet 1762. 

Stadt und Festung Königsgrätz  (Originalfoto 1866)

Ungarischer Infanterist und Trompeter Korporale, Österreichische Infanteristen; Mit ihrer gewohnten alten Kampftaktik, Bajonettangriff im Nahkampf in geschlossener Front, waren sie trotz ihrer Tapferkeit dem Zündnadelgewehr mit seiner Feuerkraft hoffnungslos unterlegen.

Der Preußische Infanterist, mit seiner Feldausrüstung - und seinem Zündnadelgewehr, dessen enorme Feuerkraft  sich auch zugunsten des Feldzuges für Preußen auswirkte und das Ende der alten kaiserlich-königlichen K.K. Armee einleitete.

Als im Frühjahr 1866 die Kriegsgefahr mit Preußen immer wahrscheinlicher wurde, erfolgte in Linz die Aufstellung eines V.Bataillon. Bei der Mobilisierung  trat das Regiment mit 3 Bataillonen in die schwarz-gelbe Brigade in das II. Korps Graf von Thun nach Böhmen ein. Am 3. Juli bei Königsgrätz, stand das II. Korps am rechten Flügel. Ohne entscheidend am Kampf teilnehmen zu können, musste die Brigade bedingt durch das Eingreifen der II. preußischen Armee den Rückzug antreten. Ihr fiel die Aufgabe zu, den Rückzug des rechten Flügels zu decken. Es wurde der Ort Trotina besetzt mit den Brücken bei Lochenic und Ptedmeric. Vereint mit dem Feldjägerbataillon Nr.9-Graz, wurde der Rückzug der Brigade über die Elbe gedeckt. Dabei verlor das Regiment 12 Tote und 30 Verwundete.

Am 22.Juli beim Gefecht bei Blumau wurde das Regiment nicht mehr eingesetzt, da inzwischen der Waffenstillstand eingetreten war.

Es wurden an die Hessen, 5 Silberne Tapferkeitsmedaillen I. Klasse und 11 Silberne II. Klasse verliehen.

Paradetaschako hohe Form für Offiziere bis 1867 (Subaltern Lt.-Olt.)

1866 - Custozza Südlicher Kriegsschauplatz

Feldmarschall Erzherzog Albrecht 

Das IV. Bataillon wurde am 14. Mai von Linz nach Innsbruck und Bozen und weiter nach Trient zur Südarmee entsand. Es standen 11 Bataillone, 1 Escadron und 32 Geschütze an Truppen zur Verteidigung in Tirol. Weil das Truppenkommando die vier Halbbrigaden, welche die Taleingänge aus der Lombardei nach Tirol zu verteidigen hatten zu einem Vorstoß über die Grenze anwies, kam es in der Zeit vom 25.Juni bis 4.Juli zu den Gefechten bei Pontedi-Laffaro, am Monte Suello und bei Vezza. Während der Schlacht hatte sich Erzherzog Albrecht veranlasst gesehen, seinen ursprünglichen Operationsplan dahin zu ändern, daß sämtliche Streitkräfte zum Durchbruch des feindlichen Zentrums verwendet werden sollen. Dieses war bereits beträchtlich erschüttert. Die Italiener erlitten in der Folge am Mincioflügel (Monte Vento) eine entscheidende Niederlage, ebenso bei Santa Lucia. Nun handelt es sich um die Eroberung von Custozza, wobei vom Kommandanten des 7. Armeekorps, FML Freiherr von Maroicic, Ritter des Maria Theresia Orden mit den Brigaden Töply und Welserheimb zu Angriff befohlen wurden und den Höhenzug des Belvederes zu erstürmen hatten. Die Attacke gelang in glänzender Weise, wodurch der Weg frei wurde, der in das Tal zwischen Belvedere und Custozza führte. Gegen 18:00 Uhr war Custozza eingenommen und damit die Schlacht entschieden.

Während der Schlacht hatte sich Erzherzog Albrecht veranlasst gesehen, seinen ursprünglichen Operationsplan dahin zu ändern, dass sämtliche Streitkräfte zum Durchbruch des feindlichen Zentrums verwendet werden sollten. Dieses war bereits beträchtlich erschüttert. Die Italiener erlitten in der Folge am Mincioflügel (Monte Vento) eine entscheidente Niederlage, ebenso bei Santa Lucia. Nun handelt es sich um die Eroberung von Custozza, wobei vom 7. Armeekorps, FML Maroicic (Brigade Töply und Welserheimb) zum Angriff befohlen wurden und den Höhenzug des Belvedere zu erstürmen hatten. Die Attacke gelang in glänzender Weise, wodurch der Weg frei wurde, der in das Tal zwischen Belvedere und Custozza führte. Gegen 18:00 Uhr war Custozza eingenommen und die Schlacht entschieden.

Feldmarschallleutnant Baron Maroicic befiehlt den

Sturmangriff des 7. Armeekorps auf Custozza 

Auf den Höhen vom Sona 11/2  Meilen von Verona am 28. Juni 1866

Meine lieben Kinder!

Am 24. Juni, Sonntag haben unser Truppen einen schönen Sieg über den Feind errungen,- und die gewonnene Schlacht wird von Custozza genannt, der Schlüsselpunkt der Hügelketten, die von dem 7. Korps unter meiner Führung erstürmt und erobert wurden. Früh morgens um 3,4, und 5 UHR brachen meine Brigaden von St.Massino auf, und rückten über Sona längs der Eisenbahn vor bis Schloß Zerbara. Ich war als Reserve der 5. und 9. Armeekorps bestimmt, welches ersteres über S. Giorgio in salie, das 9. auf Somacampagne vorrückte. Gegen 6 Uhr früh hörten wir den ersten Kanonendonner bei Villafranca in der Ebene, es war unsere Kavaleriebrigade Pulz um Bujanovic welche angriff. Bald darauf ließ sich der Geschützdonner am rechten Flügel 5.Korps Rodic, und Reserve Division Ruprecht hören, bei S.Giorgio in saline und Mongabia. Endlich 8 Uhr krachte es auch auf den Höhen von Somacampagna. Den rechten Flügel drängte der Feind nach harten Kampf zurück. Weniger gut gings auf dem linken Flügel. Bis 1 Uhr Mittag dauerten die Angriffe unserer Truppen. Aber trotz aller Tapferkeit konnten die Brigaden Wegbecker, Böckls, Sondier, die feindliche Stellung aus St. Groce und Custozza nicht erobern und mussten wieder auf die Höhe von Somacampagna zurück. Brigade Sendier gehört zu meinem Korps, war Avantgarde und ließ sich zum übereilten Angriff einreißen. Es entstand zwischen dem 5. und 9. Korps eine große Lücke, ich erkannte die Gefahr und Faßte um 2 Uhr Nachmittag den Entschluß mit zwei Brigaden Welsersheimb und Töply, 14 Bataillone, auf Custozza vorzurücken. Langsam aber taktisch geschlossen gingen die braven Truppen ins Feuer. Eine Höhe nach der anderen wurde erstürmt untd um 4 Uhr flatterten  Österreichs Fahnen auf dem Hügel von Custozza. Ich ließ meine 5 Batterien (40 Geschütze) nach und nach auffahren und ließ gewaltiges Feuer und die Tapferkeit unserer Truppen zerschmetterten endlich den Feind und ich ließ seinen letzten Haltepunkt Schloß und Gut Custozza stürmen. Der Sieg war unser, die Feinde flohen dem Mincio zu. Ein ungeheurer Jubel der Truppen schallte mir entgegen und ich begrüßte alle mit gezogenen Hut während ich die Truppen abritt. So getreue Kinder hat Gottes Hand geführt und beschützt und den schönsten Triumpf verliehen. Mein Korps hat 17 Offiziere 300 Mann tot.b50 Offiziere und 927 Mann blessiert. Es war ein schwerer heißer Kampf, doch Österreich schlug den Feind aufs Haupt. Mein Regiment erstürmt N.M. 5 Uhr Monte Groce und eroberte 6 Kanonen bei 7000 Gewehre und eine Menge Gepäck. Am 25. früh beglückwünschte mich Se.K. Hoheit E.H.Albrecht für diese glänzende Tat. Der Feind ist weit hinter den Mincio geflohen und dürfte wohl paar Wochen uns schwerlich angreifen. Im ganzen hat die Armee 16 Kanonen, viele tausend Gewehre erobert und 6000 Gefangene sind in Verona. Dankt Gott im Gebete für all die Gnade. Ich küsse und Segne Euch, und bin in liebe Euer Vater, Maroicic

Adressiert: An Fmlt. Freiherr Maroicic Kommandant des 7. Armeekorps bei der Südarmee zu Sona

 

FM Erzherzog Alfrecht mit seinem Stab nach der siegreichen Schlacht von Custozza (links hinter Erzherzog Albrecht Fmlt. Maroicic) 

< Infanterist des k.u.k. Infanterie-regiment Nr.14 , Gewehr Lorenz

System Wänzel 1862/67

Nach dem zum Großteil selbst verschuldeten verlorenen Krieg von 1866, trat eine viel zu späte und längst überfällige "notwendige" Armeereformen ein. 1868 wurde in der Neuentwicklung und der Uniformierung und Ausrüstung, sowie in der Taktik neue Maßstäbe gesetzt und die K.u.k. Armee, wie Sie nun nach dem Ausgleich Österreich-Ungarns fortan hieß, von Grund auf reorganisiert und neu ausgerüstet.

Es wurde eine Felduniform und eine Paradeuniform nach traditionellen Maßstäben vorgeschrieben. Waffenrock und Tschako zur Parade und  Feldbluse und Feldkappe zum normalen Dienst und Felddienst. Der neue dunkelblaue Waffenrock und die hellblaue Hose blieb bis zum Ende der Monarchie charakteristisch bei den Paraden. Die Feldbluse mit den vier praktischen Taschen wurden auch außerhalb der K.u.k. Armee in den Staatsbeamten, Reichsbahn, Finanz- und Sicherheits-organen etc. eingeführt.

Gasser-Kropatschek M1876 Offiziersrevolver Kal. 9x26 Rmm

Am 16. Mai 1876 wurde das 25-jährige Inhaberfest des Namenspatrons des Hessenregimentes gefeiert. Aus diesem Grund reiste eine Offiziersabordnung unter Führung des Regimentskommandanten Oberst Ludwig Edler von Cornaro nach Darmstadt, um den Regimentsinhaber, seine königliche Hoheit König Ludwig II. von Hessen und bei Rhein zu beglückwünschen. 

Am 13. Juli 1877 verstarb seine königliche Hoheit Großherzog von Hessen und bei Rhein. Ihm folgte sein Sohn, König Ludwig IV. Großherzog von Hessen und bei Rhein als neuer Inhaber des K.u.k. Infanterieregiment Nr.14 nach.

Ludwig IV. Großherzog von Hessen und Prinzessin Alice 1837-1892


Als in Dalmatien Unruhen ausgebrochen waren, wurde am 7. Novem-ber 1881 das Regiment in Marsch gesetzt. Mit der Südbahn ging es nach Triest und dort mit dem Schiff nach Cattaro. Es bestand ein Gefecht bei Krivoschije (Goli Vrh, Vrh Sanik). Im Mai 1882 war der Aufstand erloschen.Am 18. August wurden die tapferen Helden vom Hessenregiment am Exerzierplatz von Cattaro ausgezeichnet. 

1 Silberne Tapferkeitsmedaille I. Klasse

und 23. Silberne II. Klasse verliehen.

Oblt. Winternitz wurde als einziger Offizier des Regimentes mit dem

Militärverdienstkreuz mit KD ausgezeichnet.

Es war das letzte geführte Gefecht bis zum Ausbruch des 1.Weltkrieges für das Hessenregiment. 


Mitte September 1882 kam das Regiment wieder in Garnison nach Linz. In diesem Jahr wurde das Infanterieregiment Nr. 84 aufgestellt (später Freiherr von Bolfras) und das V. Bataillon wurde zur Form-ierung des neuen Regimentes abgestellt. Am 13. März 1892 verstarb der Inhaber des Hessenregiment, Ludwig IV. Großherzog von Hessen und bei Rhein. Ihm folgte sein Sohn,  Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein als neuer Inhaber des Regiments.


Se. Königliche Hoheit Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein 1868 - 1937 (letzter Inhaber des Hessenregiment) 



Unteroffiziere vom Regiment IR 14 - Hessen

1901 vom 4.-5. September war die Stadt Vöcklabruck, Schauplatz größerer Truppendurchzüge. Die Korpsmanöver (Edelweisskorps) hatten in der Gegend Haag -Schwanenstadt - Lambach stattgefunden. In Vöcklabruck rückte das 14. Infanterieregiment Nr. 14 "Hessen" und das 102. Infanterieregiment "Potiorek" (Böhmen), sowie das 41.Artillerieregiment ein. Die Artillerie wurden in den Ortschaften Pfarrhofgries, Schöndorf, Schalchham und Timelkam einquartiert.

An Infanterietruppen waren 3400 Mann einquartiert. Die Einwagoonierung der Truppen erfolgte in Attnang. In den folgenden Tagen marschierten noch das Ersatzbataillon des Infanterieregiment Nr.59 "Rainer"(Salzburg), das 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger und das 2. Landwehrinfanterieregiment (Linz) durch Vöcklabruck.

1902 gab es Manöver in den Zillertaler Alpen gelegenen Schwarzensteingletscher (3105 m)

1905 wurde in Anwesenheit seiner Majestät Kaiser Franz Josef vom Korpskommandanten Erzherzog Eugen ein Gebirgsmanöver in Südtirol geleitet.

Korporal des IR 14, in Ausgehuniform mit Schützenschnur und Distanzschätzerabzeichen 1910

K.u.k. Militärschießplatz in Alharting bei Linz, 1910 

 Übung am 4. Mai 1911 der 11. Kompanie J.R.14 in Linz 

1911, gab es Dolomitenmanöver im Raume Toblach-Schluderbach-Cortina d`Ampezzo-Grödnertal-Bruneck, dem ein zweitägiger Gebirgsmarsch vom Pustertal ins Zillertal nach Mayerhofen führte, verbunden mit einer Überquerung des Schwarzensteingletscher 3105m

Manöver im Mühlviertel (Neufelden) 1912

Gruppenfoto von Soldaten und Offiziere vor der Fabrikkaserne in Linz um 1910

Eine Soldatengruppe der Hessen an der gleichen Stelle um 1916


Mannschaftstschako

 

Feldkappe (3.ITD)



Offizierstschako

 

Offizierskappe



Feldbluse eines Zugsführers im

K.u.k. Infanterieregiment Nr.14 

 

Infanterist in Paradeuniform im

K.u.k. Infanterieregiment Nr. 14 



Paradeuniform eines Leutnant 

K.u.k. Infanterieregiment Nr. 14 

 

Paradeuniform- Ltn. Adjudant 

K.u.k. Infanterieregiment Nr. 14 


 

Der Fall Hofrichter

Am 17. November 1909 wurde Hptm. Richard Mader in seiner Wohnung in der Hainburgerstraße in Wien tot aufgefunden. Die Untersuchung der der Leiche ergab als Todesursache eine Zyankalivergiftung. Die Polizei fand in der Wohnung des jungen Generalstäblers eine Schachtel und ein Begleitschreiben, in dem Oblatenpastillen als potenzfördernde Mittel angepriesen wurden. Unterzeichnet war der Werbebrief von einem "Charles Francis". Ähnliche Postsendungen waren neun weiteren jungen Generalstabsoffizieren zugesandt worden, alle waren Absolventen des Ausmusterungsjahrgangs 1905. Die militärische Abwehr vermutete einen politischen Hintergrund, im Wiener Sicherheitsbüro ging man  von einem persönlichen Motiv aus. Nach Schriftprobenvergleichen, Ermittlungen über die Herkunft der Schachteln und andere Erhebungen konzentrierte sich der Verdacht der Kriminalisten auf Oberleutnant Adolf Hofrichter, der dem Ausmusterungsjahrgang 1905 angehörte und beim Infanterieregiment Nr. 14 Großherzog von Hessen in Linz stationiert war. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Gegenstände gefunden, die den Verdacht der Kriminalisten erhärteten, unter anderen zwei Schachteln der Art, wie sie den Offizierkameraden zugesandt worden waren. Ein sachverständiger bestätigte, dass die Handschrift Hofrichters dem Schriftbild auf den Werbeschreiben für das angebliche Potenzmittel glich. Oberleutnant Hofrichter gestand die Giftanschläge. Als Motiv gab er an, dass er „benachteiligten Offizieren“ in den Generalstab verhelfen wollte. Später widerrief er sein Geständnis. Adolf Hofrichter wurde im Mai 1910 in einem Militärgerichtsverfahren im Wiener Garnisonsgericht am Hernalser Gürtel zum Tode verurteilt. Jedoch war ein Gnadengesuch von Ihm erfolgreich und die Todesstrafe wurde in lebenslange Kerkerstrafe umgewandelt. Adolf Hofrichter wurde in die Militärstrafanstalt Möllerdorf eingewiesen und wurde 1927 freigelassen.

Diese Kriminalgeschichte wurde auch unter dem Titel:

„Der Leutnant und sein Richter", im Bayrischen Rundfunk BR 1984 ausgestrahlt, TV – Film und auch als Roman von Autor Maria Fagyas

Geschichtliche Ereignisse und Gefechte

des Regiments seit der Gründung 

1739 - Feuertaufe der Salm-Infanterie im Gefecht bei Pancova südlich von Belgrad

1743 - Schlacht bei Vettingen (Main)

1746 - Gefecht an der Saar

1747 - Schlacht bei Laffeld; Schlacht bei Bergen op Zoom Niederlande)

1748 - Das Regiment erhält den schwarzen Aufschlag

1757 - Schlacht bei Kolin (Major Prinz Salm erhält das Ritterkreuz des MTO)

1757 - Angriff auf Gabel, Berennung von Zwittau, Kanonade bei Witzendorf, Gefecht bei Moys (Schlesien), Oberst Freiherr von Kramer erhält das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theres.-Orden

1758 - Treffen bei Zwittau

1759 - Treffen bei Saalfeld an der George, Arrieregardegefecht über Haslau gegen Eger

1760 - Schlacht bei Landshut, Erstürmung von Glatz

1762 - Vorpostengefecht bei Zaunhauss, Erstürmung der Redouten von Brand, Gefecht bei Freiber

1769 - Erhält das Regiment Tillier – dem Armeerange seines Inhabers gemäß – die Nummer 14

1779 - Garnison des Regiment Nr.14 in Linz und Braunau. Linz wird zum Webebezirk1788 - Ers

türmung bei Novi an der Una, Oberleutnant Graf Josef Fiquelmont erhält das Ritterkreuz des MTO

1789 - Kaiser Josef II stiftet die Goldene und Silberne Ehren-Denkmünze (Tapferkeitsmedaille)               

1789- Erstürmung von Belgrad,  Regimentsinhaber GM Wilhelm Freiherr von Klebek erhält Kommandeurkreuz des MTO                     1792- Gefecht bei Trier

1793-Kapitulation von Le-Quesnoy, Gefecht bei Hesperingen, Gefecht bei Maubeuge, Schlacht bei Wattignier (Frankreich)

1794 – Gefecht bei Beaumont, Sivry, Bousignies, Hantes, Kapitulation von Lanrecies, Gefecht bei Thuin und Lobdes, Grand-Reng, Marchienne-au-pont, Entsatz von Charleroi, Streifzug in das Französische Lager von Altzingen

1795 – Kampf um den Hartberg bei Mainz, Einschließung von Mannheim, Erstürmung des Galgenberges bei Mannheim, Gefecht bei Sankt Martin

1796 – Gefechte bei Gardone, Lonate, Desenzano, Volarno, Calliano, S. Giorgio, Favorita, Besenello, Peri

1797 – Schlacht bei Rivoli, Gefechte bei Longarone, Raibl, Tarvis

1798 – Bewaffnung: 17,5 mm Komissflinte mit Steinschloss M-1798

1799 – Gefecht bei Verona, Treffen bei Verona, Schlacht bei Magnano, Schlacht bei Lassano, Gefechte bei Marengo, Modena, Kampf am Tidone, an der Trebbia, Schlacht bei Trebbia, Schlacht bei Novi, Gefecht bei Savigliano und Fassano, Angriff auf Pinerolo, Erstürmung von Novi

1800 – Gefecht bei Cadibona, Angriff auf die Bocchetta, Gefechte bei Stella, und Sauda, S. Martino d´Albero Albisola, Loano, am Monte Becco, am Var, auf dem Monte Nave, bei Piacenca, Schlacht bei Marengo, Schlacht am Mincio, Gefecht bei Valegio

1805 – Gefechte am Bodenbichl, am Steinpass, bei Unken, Kampf im Pass Strub

1809 – Gefecht bei Pfaffenhofen, Treffen bei Landshut, Schlacht bei Neumarkt (Bayern) Oblt. Georg Freiherr von Fastner erhält das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Orden Gefecht bei Riedau, Neumarkt und Ebelsberg, Schlacht bei Aspern und Esslingen, Schlacht bei Wagram, Gefecht bei Znaim

1809 -  Adjustierung: Stabsoffiziere Hut (Zweispitz ohne Federbusch) Oberoffiziere und Mannschaften: Tschako (Grenadier-Bärenfellmützen bis 1854) Helme mit Kammquasten (im Austragen) Waffenrock und Hose weiß, schwarze Tuchgamaschen Rangabzeichen: Goldborten für Offiziere, gelbe Wollborten für Unteroffiziere am Tschako Gold- bzw. Silberborten für Generale am Rockaufschlag.

1812 – Titelführung im Armeealmanach als K.K.Hausregiment

1813 – Schlacht bei Hanau (bei Leipzig), Kantonierung in Zürich

1814 – Schlacht bei La-Rothiere, Verteidigung von Troyes, Gefecht bei Bar sur Aube, Treffen bei Arcis sur Aube, Einzug in Paris mit Grenadierbataillon unter Major Puteany

1817 – Garnison in Oberösterreich, dann Salzburg, Brescia, Mantua, Peschiera, Klagenfurt, Padua, Wien

1848 – Vorpostengefechte bei Pontafel, Gefecht bei Selva, Überfall bei Osoppo, Abwehrgefecht bei Ca Campo  di Ossopo, Gefecht bei Dario, Abwehr zweier Ausfälle aus Ossopo, Kampf bei Malcontenta, Ausfallabwehr bei Brondolo, Gefecht bei Ossopo und      Erstürmung und Kapitulation

1849 – Treffen bei Komorn, Zsigard, Pered, Schlacht bei Pered

1849 – Adjustierung: Tschako, weißer Waffenrock, blaue Pantalons, weißes Passepoil. Normierung der der Distinktionssterne (nur 1848 Kragenlitzen aus Gold bzw. Wolle)

1859 – Schlacht bei Magenta, im achten Sturm wird der Ort Ponte vecchio di Magenta behauptet Regimentsfeiertag, Schlacht bei Solferino

1860-  1871 Garnisonen in Oberösterreich u.a. Wien, Niederösterreich, Pressburg

1861 – Weihe der Bataillionsfahne I/14 in Linz, später Regimentsfahne bis 1918

1864 – Gefecht bei Oberselk, Schlacht bei Oeversee, Gefecht bei Veile, Überfall bei Ashoved

1866 – Kanonade bei Salnei, Schlacht bei Königsgrätz, Gefechte bei Limego, Bececa, Treffen bei Blumau

1867 – Einführung der allgemeinen Wehrpflicht – Ergänzungsbezirkkommando und Ersatzkader in Linz

1868 – Einzellader (Lorenzgewehr umaptiert) System Wänzl, 13,9 mm Waffenrock dunkelblau, Pantalons     hellblau, Feldkappe blau

1872 – Einzellader, System Werndl (Tabernakelverschluß), 11 mm

1872 – 1901 Garnison in Oberösterreich, Wien, Cattaro, Budua, Trebnice, Innsbruck, Bozen, Silian, Franzensfeste, Kles

1882 – Gefecht bei Orahovac (Bucht bei Cattato), Steridungen in der Krivoschije (Goli Vrh, Vrh Sanik)

1888 – Bewaffnung Mannlicher Repetiergewehr M 88 - 8 mm

1908 – Stab und Regiment in Linz (vorher Baonsgarnisone in Bregenz (Stab), Innsbruck, Schwaz, Linz

1908 – Aufstellung der ersten Maschinengewehrabteilung

2 Maschinengewehre System Schwarzlose M 07 - 8mm

1909 – II/14 auf Kriegsstand in Mostar (Annexionskrise)

Montur erstmals in Hechtgrau