k.u.k. Feldkanonenregiment Nr. 41

Salzburg



  • 28. Batterie-Division - 1885
  • 14. OÖ-Salzburg. Korps-Artillerie-Regiment 1886
  • Divisions-Artillerieregiment Nr. 41 - 1894
  • Feldkanonenregiment Nr. 41 - 1908
  • Feldhaubitzregiment Nr. 8 - 1917
  • Feldartillerieregiment Nr. 108 - 1918                    (Siehe im Heeresschematismus)


Mit 1. Mai 1885 formierte sich als selbsständige Batteriedivision Nr. 28, aus dem 4. Böhmischen Feld-Artillerie-Regiment, mit Stab in Josephstadt und dem 6. steirischen-kärnterischen-krainischen Feld-Artillerie-Regiment. Der erste Kommandant des neu aufgestellten 28. Batterie-Division war Hugo Kefer, mit Stab in Salzburg. 1886 wurde die 28. Batterie-Division unbenannt und der 14. Artillerie-Brigade mit Stab in Wien. als 14. Oberösterreichisch-salzburgerisches Corps-Artillerie-Regiment (Inhaber FML Rudolf Gerlich Edler von Gerlichsburg. unterstellt. Das Rekrutierungsgebiet war Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich. Am 28. April 1893 zog die neu aufgestellte 28. Batterie-Division mit 3 Batterien in die Kaserne Riedenburg ein.

Ende 1893 wurde noch eine 4. Batterie aufgestellt und erhielt mit 1. Jänner 1894 den Namen Divisions-Artillerieregiment Nr. 41 zugewiesen. Am 6. April 1908 wurde noch eine weitere 5. Batterie zugewiesen und es erfolgte die Unbennenung in k.u.k. Feldkanonenregiment Nr. 41. 1914 wurde Oberstleutnant Viktor Primavesi Regimentskommandant. Das Rekrutierungsgebiet war Salzburg und Oberösterreich mit dem Innviertel und dem Hausruckviertel. (siehe Heeresschematismus)

Die Hofstallkaserne wurde aus Platzmangel vom Feldkanonenregiment Nr. 41 genutzt

Heeresschematismus für das Jahr 1885

28. Artillerie-Division, Stab Salzburg, 1893

Korpsartillerie Regiment Nr. 14 Steyr, 1905




Oberst Otto Rigele, Kommandant 1897-1899


Kommandanten des Feldkanonregiment Nr. 41

  1. 1885- 1886 Oberst Hugo Kefer
  2. 1886- 1888 Oberstleutnant -  Oberst Emil Lauffer
  3. 1889- 1890 Oberstleutnant - Oberst Alois Sponner
  4. 1891 Oberstleutnant Ladislaus Cenna 
  5. 1891-1894  Oberstleutnant - Oberst Hugo Kefer
  6. 1895 - 1896 Oberstleutnant - Oberst Ferdinand Lankmayer
  7. 1897 - 1899 Oberstleutnant - Oberst Otto Rigele
  8. 1900 - 1902 Oberstleutnant Ernst Tarbuk
  9. 1903 - 1910 Oberstleutnant - Oberst Wilhelm Jaksch
  10. 1911 - 1913 Oberst Carl Hess
  11. 1914 - 1916 Oberstleutnant - Oberst Viktor Primavesi
  12. 1917 - 1918 Oberst Daniel Schmidt FHR Nr.8 und FAR 108

  • 1885 - 28. Batterie-Division, Stab Salzburg
  • 1886 - 1890 14. Oberösterreichisch-Salzburgerisches Corps-Artillerie-Regiment , Stab Wien
  • 1891 - 1893 28. Artillerie-Division, Stab Salzburg
  • 1894 - 1907 41. Division-Artillerie-Regiment, Stab Salzburg
  • 1908 - 1916 41. Feldartillerieregiment, Stab Salzburg
  • 1917- 1918 Feldhaubitzenregiment Nr. 8
  • 1918- Kriegsende Feldartillerieregiment Nr. 108

General-Artillerie-Inspektor

  • 1864 - 1894 Erzherzog Wilhelm (Hochmeister des Deutschen Orden) Inhaber Inf. Rgt. 4
  • 1894 FML Carl Ritter von Ludwig, (Inhaber des Corps-Artillerie-Regiment Nr. 14)
  • 1895- 1906 FZM Alfred Ritter von Kropatschek (Inhaber des Corps-Artillerie-Regiment Nr. 4) 
  • 1907- 1917 FZM - Generaloberst Erzherzog Leopold Salvator
  • 1918- Kriegsende folgte Ferdinand Ritter von Goglia.



Kasernenalltag


Oberst Otto Rigele, Kdt. Ehrengrab in Salzburg

wurde von Ludwig Bieringer, Bgm. von Wals und Kameradschaftsbundpräsident von ganz Österreich,

vor der Ruinierung und Vernichtung gerettet und steht heute in der Kaserne Salzburg



Reservistenkrüge ein begehrtes Sammlerstücke




Viktor Primavesi von Primamonte, wurde am 11. Dezember 1859 in Wien geboren. Er absolvierte die Artilleriekadettenschule in Wien. 1879 trat er als Kadettkorporal in das Feldartillerieregiment Nr. 7 ein und wurde 1880 zum Leutnant befördert. Er diente in verschienden Regimentern. 1904 zum Hauptmann, 1906 zum Major befördert. 1907  wurde er als Staboffizier zum zum Feldkanonenregiment Nr. 6, nach Wien versetzt. 1909 zum Oberstleutnant der Artillerie. 1913 übernahm er das Kommando des Feldkanonenregiment Nr. 41 und wurde 1914 zum Oberst befördert. Er zog an der Spitze des Regiments ins Feld. Im September 1915 übenahm er als Brigadier das Kommando der 34. und später das 18. Feldartillerie- Brigade.  1915 - 1917 war er als Brigadier der Artillerie an den Kriegsschauplätzen in der Bukowina, Russisch Polen und in der Bukowina. Am 1.11. 1917 wurde er zum Generalmajor befördert. Für seine Verdienste wurde am 16. Februar 1917 in den erblichen Adelsstand mit dem Prädikat " Edler von Primamonte" erhoben. Nach Beendigung des russischen Feldzuges erfolgte seine Berufung zum Militärkommando nach Innsbruck. 1918 war er Artillerie-Inspektor im Bereich des Militärkommando des XIV. Armeekorps  tätig.  Er war auch der Stadtkommandant-Stellvetreter von Innsbruck. Nach dem Krieg wurde er mit 1.1.1919 pensioniert und verblieb er in Tirol. Er lebte in Aldrans wo er am 22. August 1941 verstarb und dort am Friedhof begraben ist.


(Mit 21. Dezember 1811 Adelsprädikat "von Wallfeld) für Unterlieutnat Johann Walluschek)

Oberstleutnant Ludwig Waluschek von Wallfeld, Kommandant-Stellvertreter des Feldkanonenregiment Nr. 41 von 1914 bis 1916 (siehe Heeresschematismus). Als Oberst  und Abschnittkommandant Artillerie, der I. Kaiserjäger- Brigade. Er wurde auch Träger des Franz Joseph Kreuz, von Kaiser Karl I. am 28.November 1916 gestiftet.


Heeresschematismus für das Jahr 1914

15. Infanteriebrigade Bozen

Brigadekommandant: Generalmajor Theodor Stipek

16. Infanteriebrigade Trient

Brigadekommandant: Generalmajor Emil Herzberg
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 1 / Tione – Kommandant: Oberstleutnant Richard von Vittorelli
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 14 / Welschmetz – Kommandant: Major Alfred von Hankenstein
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 16 / Levico – Kommandant: Major Karl Lerch
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 18 / Trient – Kommandant: Oberstleutnant Maximilian Lauer
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 22 / Borgo Valsugana – Kommandant: Oberstleutnant Wenzel Ort
  • 1 Kompanie des Pionierbataillon Nr. 2

96. Infanteriebrigade Rovereto

Brigadekommandant: Generalmajor Richard Meyer
  • Tiroler Jägerregiment (Kaiserjäger) Nr. 3 / Rovereto – Kommandant Oberst Heinrich Vonbank
  • Sappeurbataillon Nr. 8 / Rovereto – Kommandant: Oberstleutnant Franz Schmidt
  • Sappeurbataillon Nr. 9 / Riva – Kommandant Major Josef Lichtblau

121. Infanteriebrigade Trient

Brigadekommandant: Oberst Adolf Brunswick von Korompa
  • Tiroler Jägerregiment (Kaiserjäger) Nr. 1 / Trient – Kommandant: Oberst im InfRgt 73 Karl Hollan
  • Tiroler Jägerregiment (Kaiserjäger) Nr. 4 / Riva – Kommandant: Oberst Gustav Rubritius
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 27 / Hall in Tirol – Kommandant: Major Friedrich Nürnberger
  • Sappeurbataillon Nr. 14 / Trient – Kommandant: Major Ferdinand Korb[2]

122. Infanteriebrigade Bruneck

  • Infanterieregiment „Reichsgraf Browne“ Nr. 36 / Bruneck – Kommandant: Oberst Rudolf Müller
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 2 / Lienz – Kommandant: Oberstleutnant Hugo Mayer
  • k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 6 / Sillian – Kommandant: Oberstleutnant Franz Kahler

Divisionsartillerie

 

  • Feldkanonenregiment Nr. 41 / Salzburg – Kommandant: Oberst Viktor Primavesi
  • Feldhaubitzregiment „Ritter von Krobatin“ Nr. 14 / Innsbruck – Kommandant: Oberst Karl Petersilka
  • Schwere Haubitzdivision Nr. 14 / Vill bei Neumarkt in Tirol – Kommandant: Oberstleutnant Josef Homberg
  • Gebirgsartillerieregiment Nr. 8 / Brixen – Kommandant: Oberstleutnant Franz Dobner von Dobenau
  • Gebirgsartillerieregiment „Kaiser“ Nr. 14 / Trient – Kommandant: Oberst Ernst Edler von Terboglaw

14. Korps (Edelweißkorps) Innsbruck der 3. Infanterietruppendivision (Edelweißdivison) Linz, 



Feldmesse am Domplatz vor dem Abmarsch


Einwagoonierung des Regimentes am Bahnhof Salzburg am 16. August 1914



Dem Edelweißkorps wurde 1914 vom Korpskommandanten Se. Hoheit Erzherzog Josef den ihm unterstellten Truppen das Edelweiß als Zeichen der Alpenregimenter verliehen. Diese bestand anfangs ohne Stängel und nur den Blüten mit Dolden. Jedoch aus Mangel durch das ganze Edelweiß ersetzt. Diese von den Landesschützen nur vom XIV. Korps getragen. Dem bayrischen Leibregiment und den Würtenberger Jägern wurde es ohne Stängel für die Verteidigung Tirols verliehen.


1914-Kriegsschauplatz an der russischen Front in Galizien - Artilleriestellung


Mit Beginn des 1. Weltkrieges stand die 8. Infanterietruppendivision (ITD) unter Fml. Kirchbach nach ihrer Mobilisierung im August im Raum Grodek östlich von Lemberg im Verband des XIV. Korps unter dem Kommandp von Erzherzog Joseph Ferdinand. Nach der Niederlage der 3. Armee unter General Brudermann, am 29.-30. August 1914 bei Gnila Lipa gegen zwei russische Armeen wurde Lemberg am 2. September geräumt. In der Schlacht bei Rawa Ruska von 6.-11. September kam es zu einer weiteren Niederlage mit der 4. Armee unter General von Auffenberg gegen die 3. russische Armee. Eine Rückeroberung von Lemberg durch die 2. und 3. Armee erschien daher sinnlos. Mitte September hat sich die Division mit dem XIV. Korps  hinter den San zurückgezogen. Es hatte zur Folge das der Großteil von Galizien geräumt werden musste. Ende September übernahm Fmlt. Ludwig von Fabini die 8.ITD. Im Verband mir der Korpsgruppe General Roth beteiligten sie sich an den Gegenangriffen, nördlich der Weichsel an der Szreniawa. Anfang Dezember wurde das Korps im Rahmen eines österreichischen Gegenangriffs östlich von Neusandes in die Karpathen verlegt. Es kam es von 1.-14. Dezember bei Limanowa-Lapanow zur erfolgreichen Schlacht gegen die 3. russische Armee. Es konnte dadurch ein Durchbruch nach Nordungarn verhindert werden. Die Schlacht breitete sich bereits am 8. Dezember vom Kamm der Karpathen aus und leitete die Winterschlacht in den Karpathen mit Beginn des 23. Jänner 2015 ein. Damit endete das erste Kriegsjahr mit einen Dessaster und einen Total-versagen der Heeresführung sammt dem Generalstab. Mit 1.268.696 Mann an Verlusten. Die 2. und 3. Armee verstärkt durch die 11. Deutsche Südarmee unter General Alexander von Linsingen. Ziel war es die von den russischen Truppen eroberten Gebiete in Galizien wieder zurückzuerobern. um einen russischen Durchbruch in das Kernland der Österreichischen Monarchie abzuwenden. Durch abermale Fehlplanung durch die oberste Führung samt dessen Generalstab, geriet die k.u.k. Armee immer wieder in die Defensive und konnte nur mit deutscher Unterstützung stabilisiert werden. Die deutsche Heeresleitung äußerte sich zum Vergleich zur Schlacht bei Tannenberg 1914, von den österreichischen Leistung als sehr unzufrieden. Zu dieser Zeit befand sich die preisgegebene Festung Przemysl mit 150.000 Mann unter russischer Belagerung. Die deutsche Südarmee etablierte sich  an der Gebirgslinie Vezerzallos-Vollocz-Ökermezö und deckte ab 23. Jänner 1915 die rechte Flanke der 3. k.u.k. Armee. Durch starke Angriffe sollte der rechte Flügel der 8. Russische Armee gebunden werden. Nach drei Tagen konnte Geländegewinn durch die 1. deutsche Division Richtung Tucholka und Tuchla erzielt werden. Die Offensive seit 1. Februar von der weiter östlich stehende Gruppe Pflanzer-Baltin entwickelte sich erfolgreicher gegen der russischen Dnjestr-Gruppe in der Bukowina. Die deutsche Division unter General Lilienoff drang in die verlorenen Bukowina ein. die von Serbien herangeführte 36. Division unter Fml Czibulka und konnte am 17. Februar Czernowitz wieder genommen werden. Ende Februar konnten die Russen, die aus Polen herangezogne 9. russische Armee an den äußersten linken Flügel in der Bukowina einschieben um die Offensive von Pflanzer-Baltin am Djnestr. zu stoppen. Von 27. Februar und 14. März wurde die zweite Offensive zu Hilfe der Festung Przemysl eröffnet. Dazu wurde der Stab der 2. Armee unter gEneral Böhm-Emolli von Polen bis 15. Februar zurückbefohlen. Es wurden zur Unterstützung aus Serbien das 13. Korps (Fmlvon Rhemen) und bis Ende Februar  das 8. Korps (Fml von Scheuchenstuhl) herangezogen. Am 27. Februar drang das 4., 18, und 19. Korps unter GdK Tersztyansky auf 12 Kilometer bis Baligod durch. Jedoch durch den russischen Wiederstand unter General Seliwanow (11. Armeekommando) zwang bei Wetlina bis Konieczna zum Halten. Bereits am 28. Februar rannte der Angriff der 2. Armee völlig fest und die Russen gingen mit Erfolg zum Gegenangriff über und brachte bis Mitte März den Entsatz von Pzremysl zum völligen Stillstand. Ein letzter Entsatz des 5. Korps und der 31. Division scheiterte ebenso welche am 22. März durch Lebensmittelknappheit, Hunger und Seuchen mit 117.000 Mann kapitulierte. Lediglich 44.000 Mann waren noch Kampffähig der Rest Krank oder litt an Seuchen. General Iwanow verlegte seine Offensive von der Südarmee zur 2. Armee und dadurch geriet die österreichische Heeresleitung in die nächste Krise und rief abermals um deutsche Hilfe zur Verstärkung. Das 38. Reservekorps "Beskidenkorps" wurde herangeführt und zwischen der 2. und 3. Armee etabliert. Anfang April wurde noch die 25. und 35. Reservedivision dem deutschen Korps (General Marwitz) zugeführt. Gemeinsam mit den deutschen Truppen gingen die Österreicher zum Gegenangriff über und konnten die Karpathenfront wieder stabilisieren. Durch den Kriegseintritt von Italien im  Mai 1915 und Bulgarien im Oktober 1915, verschlimmerte sich die Situation für Österreich-Ungarn durch einen zweifronten Krieg.

     In Jahr 1916 traten Erzherzog Leopold und Erzherzog Rainer,die beiden ältesten Söhne von FZM        Erzherzog Leopol Salvator, dem k.u.k. Generaltruppeninspektor in das Feldhaubitzenregiment 8 ein.

                   

Heeresschematismus für das Jahr 1917


Heeresschematismus für das Jahr 1918



Feldzeugmeister Erzherzog Leopold Salvator, Generaltruppeninspektor