Uniformen Artillerie Teil 2 - vom bunten Rock zu Feldgrau
10 cm Feldhaubitze M14
Selbstladepistole Steyr M1912, Kaliber 9x23 mm Steyr und 9x19 Luger, 8 Schuss
Munitionszufuhr mit Ladestreifen von oben. Die Version Steyr M12/P16 ist die erste Reihenfeuerpistole.
M1912 Steyr Pistolentasche mit Umhängriemen
M1912 Steyr Pistolentasche am Koppelriemen
M1895 Kavallerie Karabiner (Stutzen), Geradezugverschluss, 8x50 mm Patrone
Bajonett M95 für Unteroffiziere
Bajonett M95 für Offiziere
Pionier-Mannschaftssäbel M 1915
Offizierstellvertreter
Dieser neue Rang wurde am 6. Juni 1915 in der österreichischen-ungarischen Armee eingeführt. Vorgesehen waren höhere Unteroffiziere. Bedingt durch die hohen Verluste und Ausfall an Subalternoffizieren (Leutnant - Oberleutnant). Vorraussetzung war, daß sie mindestens Ihre Charge im aktiven Dienst mit Fronteinsatz hatten. Sie sollten Ihre Zugskommandanten Fähnriche, Leutnant, Oberleutnant ersetzen. Mit den Stabsunteroffizieren bildeten die Offizierstellvertreter die höheren Unteroffiziere. Vorgesehen waren nur Stabs-unteroffiziere mit Fronteinsatz. Untersagt war der Rang an Titular-Chargen.
vergoldeter Knopf
grün lackierter Knopf
Knopf aus Steinnuss
Hechtgraue Uniform M1908 für Mannschaften
Die nach 1866 eingeführte blaue Uniform erwies sich wie die Ausrüstung der k.u.k. Armee als veraltert und nicht mehr zeitgemäß. Die 1907 bei der deutschen Armee neue eingeführte Feldgraue Uniformierung, sowie Bewaffnung und Ausrüstung als Mustergültig. Die Österreichische Armee dagegen hinkte (wie immer) hinterher. Die k.u.k. Artillerieuniform wurde damals bei der Pariser Weltausstellung als "schönste der Welt" prämiert. Nach verschiedenen Versuchen in der Farbe Braun (Khaki) und Stein--grau (wie bei den Jägertruppen), entschied man sich für Hechtgrau M1908, aber in Wirklichkeit entsprach die Farbe eher dem Blauton. Es wurde bestimmt das die Offiziersfeldbinde und Kartuschkasten der Offizier durch braunen Leibriemen mit Koppelschloss und Stiefel durch braune Lederkamaschen ersetzt wurden.
Leutnant
Feuerwerker - Einjährig Freiwilliger
Kappenabzeichen der Hl. Barbara
Feldbluse M1915 für einen Major. Bedingt durch die Erfahrungen im Russlandkrieg wurde es zweckmäßig die Uniformfarben an den Kriegsschauplatz anzupassen. Zeigte sich die russische Steppe Erdbraun, hob sich die Uniform der österreichischen Armee hervor. Man entschloss sich die Uniformen in einem Grünton zu Fertigen. Jedoch machte sich bald die Materialknappheit bemerkmar und so kam es bereits 1916 zu einer Erneuerung mit einen Steh-Umlegekragen. Je nach dem sich einer sich leisten konnte, kam es bei Privatschneidern geferigte Uniformen zu verschiedensten Farbtönen und Stoffarten. Aus Materialmangel verzichtete man dabei auch auf die Kragenspiegel und es wurden Litzen je nach Waffengattungen mit Distinktionen gefertigt.
Kappen für Offiziere des Artilleriestabes
Die Feldbluse M1917 oder die "Karlsbluse". Nach Vorbild des bayrischen Alpenkorps, oder auch dem freiwilligen Automobilkorps, kam es noch einmal zu einer Änderung der Felduniform. Die eher schon an einer zivilen Jacke ähnlich ist.
Diese Uniform die auch dem späteren Österreichischen Bundesheer in der zweiten Republik als Vorbild diente. Jedoch kamen es zu Kriegsende 1918 immer mehr zu den verschiedensten Uniformen. Auch die Stoffqualität welche von einfachen billigsten Brenesselstoffen über Schnürlsamt und anderen hochwertigen Stoffen und Farbunterschieden.
Stahlhelm M16
Um die Frontsoldaten vor schweren Kopfverletzungen durch Splittereinwirkungen zu schützen, war es notwendig geworden sich an den Kriegsgegebenheiten anzupassen. Die anfänglichen Versuchen scheiterten und es wurden sogar Beutehelme wie der Adrianhelm welche die Gegener seit Kriegsbeginn hatten benützt. Mit kooperation mit dem Bündnispartner Deutschland wurde dieser nach deutschen Muster 1916 eingeführt. Er Unterschied sich lediglich an der Helmlackierung, der Nietenposition und Kinnriemen aus Leder. Der Helmriemen wurde aus Stoff mit Klemme oder Löchern zun fixieren gefertigt. Da anfangs die Helmproduktion bei der Fa. Berndorf nicht gedeckt war, wurden an die 300.000 Stück von Deutschland geliefert.
Die 8. Infanterietruppendivision (8.ITD)
Mit 9. Dezember 1916 verlieh Kaiser Karl I. der 8. ITD den Ehrennamen "Kaiserjägerdivision". Die unterstellten Brigaden darunter das Feldkanonenregiment Nr.41, wurden als äußeres Zeichen das Kappenabzeichen verliehen.
Kappenabzeichen der Artillerie. Je nach Regimentern, Waffengattung und Frontabschnitte, wurden solche Abzeichen auf den Feldkappen angebracht. Die "Trageweise" war von oben inoffiziell, wurde aber geduldet.